Wissensnetzwerker*in

 

 

Prof. Timothée Ingen-Housz

Timothée Ingen-Housz erhielt im Oktober 2015 eine Professur an der Universität der Künste in Berlin. Die Anfänge seiner künstlerischen Ausbildung waren an der Ensad (Paris), wo er das experimentelle Schriftsystem “Elephant’s Memory, an interactive visual language” entwickelte.

Ende der 90er Jahre gründete er “phosphen”, ein Kreativstudio für “screen, page and stage”. Er realisierte audiovisuelle Narrationskonzepte für verschiedenste Auftraggeber wie MTV, WDR’s Quarks& Co, arte, 3sat, Residenztheater, JWT, McKinsey, Telekom und weitere. Währenddessen trieb er seine eigene künstlerische Arbeit voran und präsentierte diese international (ZKM, MUKA, Oberhausener Filmfestival, etc.).

Timothée Ingen-Housz selbst lehrte bereits während seines Studiums und hielt Vorträge und Workshops in Ensad (Paris), MIT medialab, Filmfakultät HarvardGoldsmiths University of London, Kunsthochschule für Medien Köln, KISD, Bauhaus Universität und schließlich der UdK Berlin, an welcher er heute “audiovisuelle Konzeption und Dramaturgie” im Fachbereich „Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation” unterrichtet.

Regelmäßig arbeitet er mit dem HIIG (Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft) zusammen, um experimentelle Narration und Methoden der Visualisierung in der Wissenschaftskommunikation zu erforschen. Derzeit ist er als Prinzipal Investigator für die UdK Berlin an der Entwicklung des entstehenden Forschungszentrums zum Klimawandel Berlin-Brandenburg beteiligt.

Ingen-Housz erforscht die Kommunikation von Komplexität, insbesondere die von Umwelt- und Nachhaltigkeitsfragen. Er erforscht das Potenzial von Kunst, Comics, Filmen, Nachrichten, Serien, Spielen, Grafiken und mehr – also alles potenziell Narrative -, um komplexe Informationen zu vermitteln und das Publikum in ihre eigenen Entdeckungen einzubeziehen.