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Werte Wandel Widersprüche – Die neuen Gesetze der Innovation 

6. Dezember @ 13:30 - 18:00

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  • Datum:
    6. Dezember
  • Zeit:
    13:30 - 18:00

Veranstaltungsort

Werte Wandel Widersprüche –
Die neuen Gesetze der Innovation 

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Der Kongress widmet sich einem neuen Verständnis von Ressourcen und Werten sowie den unternehmerischen Strategien und Potenzialen von Unternehmen, die einen kreativen Umgang mit Widersprüchen und Umwegen pflegen. Gemeinsam mit Akteur*innen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft und dem Mittelstand wollen wir über diese neuen Gesetze der Innovation diskutieren.

Es geht um alltägliche Praktiken, um Haltung und das neugierige, offene Agieren in Spannungsfeldern; um Veränderung und ungewöhnliche Kooperationsformen; um Innovation und Resilienz. Als Grundlagen erweiterter Wertschöpfung und eines neuen und zukunftsorientierten Denkens und Handelns werden diese Aspekte aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Praktische Beispiele treffen auf theoretische Ansätze, paradoxes Unternehmertum auf alternative Wertvorstellungen.

 

Programmübersicht:

 

13:00 Uhr Beginn Einlass
13:30 Uhr Begrüßung
13:50 Uhr Keynote von Dr. Hans-Dietrich Reckhaus, Insect Respect, Firma Reckhaus
14:15 Uhr Block 1: Hidden Values von / für Hidden Champions
15:30 Uhr Pause
16:10 Uhr Block 2: Unternehmerische Strategien – Das Zusammenspiel von Akteuren & Governance
17:25 Uhr Outro-Keynote: Rafael Horzon, Unternehmer und Schriftsteller
18:00 Uhr Netzwerken und Ortswechsel ins NRW-Forum zur Ausstellung „Bauhaus und die Fotografie“
19:00 Uhr Ende der Veranstaltung in der Alten Kämmerei

Moderation: Christoph Brosius, Circumradius

 

Zu den Programmblöcken:

 

Block 1

Hidden Values von / für Hidden Champions

hosted by CREATIVE.NRW

Hidden Values wie Aufmerksamkeit, Anerkennung, Einzigartigkeit, Netzwerk und Ideen sind gleichermaßen Ressourcen wie Rendite der postmodernen Wirtschaft. In der Transformation von der Industrieökonomie zu einem kulturellen Kapitalismus (Andreas Reckwitz) haben sie sich zu Parallelwährungen mit eigenen geldunabhängigen, immateriellen Wirtschaftskreisläufen entwickelt.

Wie lässt sich aber mit diesen Werten systematisch wirtschaften?

Antworten bietet die Kultur- und Kreativwirtschaft, die schon immer mit mehr als Geld handeln musste und als Vorreiter der (digitalen) Wirtschaft und Gesellschaft und als Speerspitze zukünftiger Wachstumsbranchen gilt. Die besten Mitarbeiter bekommt man mit gutem Renommee und der richtigen (Unternehmens-)Kultur sowie den Auftrag durch das entsprechende Netzwerk, den Kunden versteht man durch User Experience und begeistert ihn mit Emotionen, und letztendlich besteht man im Wettbewerb nur mit Einzigartigkeit.

Diese multi-ökonomischen Bedingungen gelten zunehmend auch für den Mittelstand, der sich gerade in der Transformation zur Innovations- und Kundenzentrierung befindet. Doch trotz des massiven Digitalisierungsdruckes, in dessen Fahrwasser sich auch die mittelständischen Güter und Produktionsmittel durch Software und KI, durch Roboter und 3-D-Druck zunehmend immaterialisieren, sind die fundamentalen strategischen Implikationen noch nicht in ausreichendem Maße in neue Wertschöpfungsmodelle eingeflossen.

Deshalb geht es nun darum, die Hidden Champions mit den Gewinnern der Hidden Values zusammenzubringen. Sie wissen beide, dass sich moderne Firmenstrategien nicht mehr in Exel-Tabellen pressen lassen. Sie handeln mit mehr als Geld. Es wird Zeit, die neue Ökonomie der vielen Werte ernstzunehmen und sie zum Ausgangspunkt strategischer Entscheidungen zu machen. In der Kreativwirtschaft, im Mittelstand, vor allem aber in der Kooperation beider.

Auf dem Podium – eingeleitet mit zwei Impulsen von Mads Pankow zu Hidden Values und immateriellen Ökonomien sowie von Marco Petracca zum Mittelstand als Marke und Strategie – werden mit zwei Gästen aus dem Mittelstand die folgenden Fragen diskutiert: Mit welchen Ressourcen/Werten handeln wir heute und in Zukunft? Wie lassen sich diese bemessen und bewerten? Und wie lassen sie sich strategisch einwerben, einsetzen und vermehren? Was bewegt den Mittelstand und die Kreativwirtschaft gegenwärtig, und wo können sie voneinander lernen? Wo können sie kooperieren?

Mit Impulsen von:

Mads Pankow, Technikphilosoph / Autor
Marco Petracca, PSV Marketing GmbH

 

Block 2

Unternehmerische Strategien:
Das Zusammenspiel von Akteuren & Governance

hosted by Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes

Umwege und Widersprüche können überraschende, innovative Produkte und Dienstleistungen hervorbringen. Der zweite Teil des Programms widmet sich unternehmerischen Strategien, bei denen Paradoxien und ein neues Verständnis des Zusammenspiels von Akteuren und Governance Teil des Konzepts sind. Wir zoomen in das Praxisfeld hinein und nehmen außergewöhnliche Unternehmensstrategien aus dem Feld der Kultur- und Kreativwirtschaft und angrenzender Branchen unter die Lupe. Im Fokus sind die Unternehmensstrategien und die permanente Arbeit an den Rahmenbedingungen (Governance), um multiple Formen von Wertschöpfung in unterschiedlichsten Kontexten und Konstellationen zu ermöglichen und zugleich laufend weiterzuentwickeln.

In den gewählten Fallbeispielen wurden aus dem vermeintlichen Nichts, aus dem Widerspruch heraus neuartige Geschäftsmodelle entwickelt. Sei es durch die Verwandlung einer Plage (HolyCrab!) zu einer Delikatesse oder durch einen nachhaltigen Umgang mit Sturmschäden (Das gute Ding). In diesen Ansätzen werden altbekannte Muster, Regeln, Normen aus den Angeln gehoben und hinterfragt. Hinter jeder Umkehrung steckt ein Wertewandel, ein unwiderruflicher Perspektivwechsel, der einen Einfluss auf die Gesamtwirtschaft und die Entwicklung der Gesellschaft hat.

Es ist ein Phänomen, das ein Kernmerkmal der schnelllebigen Kultur- und Kreativwirtschaft darstellt, in Zukunft jedoch auch für den Mittelstand aus anderen Branchen eine immer wichtigere Rolle einnehmen wird. Tradierte Wege müssen auch dort zunehmend verlassen werden, um konkurrenzfähig, anschlussfähig und innovativ zu bleiben. Immer mehr Unternehmen müssen den Spagat zwischen einem konventionellen, soliden Vorgehen und risikobehafteten und außergewöhnlichen Ansätzen meistern. Ein Governance-Kontext, der diese Entwicklungen möglich macht, muss erst noch geschaffen werden. Entsprechende Vorgaben, Regelungen und Rahmenbedingungen müssen angepasst und zum Teil neugedacht werden.

Um diesen Wandel erfolgreich vollziehen zu können, kann ein Schulterschluss zwischen den Akteur*innen der Kultur- und Kreativwirtschaft und den Akteur*innen des Mittelstands ein wichtiger Treiber sein.

Mit Impulsen von:

Juliane Bublitz und Lukas Bosch, holycrab.berlin
Tobias Jochinke, Das gute Ding

 

 

„Werte Wandel Widersprüche – Die neuen Gesetze der Innovation“ wird vom Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes gemeinsam mit CREATIVE.NRW veranstaltet. Kooperationspartner sind die Wirtschaftsförderung Düsseldorf und das Kompetenzzentrum Kultur und Kreativwirtschaft (KomKuK) der Stadt Düsseldorf. Die Plätze sind begrenzt. Hier können Sie sich für die Veranstaltung anmelden.

Foto: Unsplash / Cody Davis