„Machen statt Quatschen“: Warum gute Ideen oft von außen kommen (Folge 1/6)
Ein Podcast über Cross Innovation von detektorFM, in Koooperation mit dem KreativBund
in Kooperation mit detektorFM33 minPodcast2. Juni 2026

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Transformation, Wirtschaftswachstum und Innovationsdruck sind die prägenden Themen unserer Zeit. Inmitten dieser Debatten rückt ein Begriff immer stärker in den Fokus: Cross Innovation. detektorFM widmet diesem Thema jetzt in Kooperation mit dem KreativBund ein neues 6-teiliges Podcastformat und geht in seiner Pilotfolge der grundsätzlichen Frage nach, was Cross Innovation eigentlich grundsätzlich bedeutet.
Für uns als KreativBund ist dieses Thema kein Neuland, sondern gelebte Praxis. Seit mehr als zehn Jahren beschäftigen wir uns intensiv mit cross-sektoraler Zusammenarbeit und dem ergebnisoffenen Experimentieren an den Schnittstellen von Kultur- und Kreativwirtschaft, Industrie und Wissenschaft. Deshalb wissen wir auch, dass die Fähigkeit zur Cross Innovation eine absolute Kernkompetenz der kreativen Teilmärkte ist. Die Akteurinnen und Akteure der Kreativwirtschaft bringen genau die disruptive Denkweise, Agilität und methodische Offenheit mit, die traditionelle Branchen jetzt benötigen, um zukunftsfähige Allianzen zu schmieden.
In unseren Cross Innovation Labs schaffen wir deshalb Räume, in denen ganz konkret gehandelt wird. Anhand realer, unternehmerischer Herausforderungen bringen wir etablierte Betriebe und kreative Köpfe zusammen. Das Ziel ist klar definiert: Es entstehen keine abstrakten Papierkonzepte, sondern marktfähige Lösungen, die von den beteiligten Unternehmen direkt operativ umgesetzt werden können.
Innovation durch Perspektivwechsel
Was hat die Formel 1 mit Intensivstationen zu tun? Warum sehen MRT-Geräte in manchen Krankenhäusern aus wie Piratenschiffe? Und was passiert, wenn ein Prothesenhersteller plötzlich mit Kreativen zusammenarbeitet?
Hinter all diesen Beispielen steckt dasselbe Prinzip: Cross Innovation. Dabei wandern Ideen, Technologien oder Denkweisen aus einer Branche in eine andere. Für zahlreiche Unternehmen wird genau dieser Blick über den Tellerrand gerade immer interessanter. Denn viele Herausforderungen sind zu komplex, um sie nur innerhalb der eigenen Branche zu lösen.
Innovationsforscher Prof. Dr. Thorsten Posselt von der Universität Leipzig hält Cross Innovation deshalb für „ein sehr hoffnungsvolles Konzept, um neue Impulse und große Sprünge in Branchen hineinzubringen“.
Eine zentrale Rolle dabei spielt die Kultur- und Kreativwirtschaft. Denn Kreative bringen andere Arbeitsweisen, neue Formate und oft auch einen nutzerzentrierten Blick auf Probleme mit. Auch die Politik sieht darin großes Potenzial:
„Dort, wo Kreativität auf etablierte
Geschäftsmodelle trifft, erleben wir ganz viel
Kraft und damit Innovation.“
Gitta Connemann
(Parlamentarische Staatssekretärin bei der
Bundesministerin für Wirtschaft und Energie)
Cross Innovation bei Ottobock
Wie das konkret funktioniert, zeigt das Beispiel des Prothesenherstellers Ottobock. Das Unternehmen arbeitet aktuell gemeinsam mit Kreativen aus Design, Musik, Gaming und darstellender Kunst an der Frage: Wie können Menschen direkt nach einer Amputation besser und schneller unterstützt werden?
Welche Ideen bei solchen Projekten entstehen, wo Cross Innovation an Grenzen stößt und was es braucht, damit die Zusammenarbeit gelingt — darum geht es in der ersten Folge der neuen Staffel „Machen statt Quatschen“.
Im Podcast „Machen statt Quatschen“ stehen Menschen im Mittelpunkt, die innovative, gemeinnützige oder kreative Ideen nicht nur durchdenken, sondern sie auch in die Tat umsetzen. Dabei sprechen wir über Themen wie Nachhaltigkeit, Design, Gründen und Social Entrepreneurship.



