Immersive Marken- und Pop-up- Erlebnisse

Aktuell ist der Trend zu beobachten, dass immer mehr Marken auf immersive Erlebnisse setzen. Temporäre, multisensorische Inszenierungen lassen die Kundinnen und Kunden aktiv in eine Markenwelt eintauchen. Sie verbinden physische Räume mit digitalen Elementen wie Augmented Reality, Virtual Reality oder interaktiven Installationen.

Copyright: Dusan Stankovic

Mitwirkende

Dr. Olaf Arndt

Christina Schenten

Frauke Dornberg

Immersive Marken- und Pop-up-Erlebnisse sind temporäre, multisensorische Inszenierungen, die Kundinnen und Kunden aktiv in eine Markenwelt eintauchen lassen. Sie verbinden physische Räume mit digitalen Elementen wie Augmented Reality, Virtual Reality oder interaktiven Installationen. Ziel ist es, emotionale Bindung und Momente zu schaffen, die langfristig im Kopf bleiben und über das Teilen in den sozialen Medien auch über die Teilnehmenden hinaus Wirksamkeit entfalten. Vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen in der Kreativwirtschaft eröffnet dieser Trend neue Chancen: Statt großer Budgets für klassische Werbung können sie mit kreativen Konzepten und Kooperationen einzigartige Erlebnisse schaffen, die Aufmerksamkeit generieren und sich von der Masse abheben. Entscheidend ist dabei die inhaltliche Substanz – reine Effekthascherei führt schnell zu Event-Müdigkeit.

Die Relevanz für die KKW und ihre Teilmärkte

Fast alle Teilmärkte können davon profitieren: Designerinnen und Designer sowie Architektinnen und Architekten entwickeln immersive Räume, Games- und Softwarefirmen liefern AR- oder VR-Lösungen, Musikerinnen und Künstler gestalten performative Elemente, Agenturen für Werbung und Kommunikation inszenieren die Geschichte hinter den Marken. Für kleine und mittelständische Unternehmen bedeutet das: Sie können ihre Kompetenzen bündeln und gemeinsam Erlebnisse schaffen, die nicht nur spektakulär, sondern auch authentisch und sinnhaft sind. Gerade in einer Zeit, in der Konsumentinnen und Konsumenten nach Begegnungen und Authentizität suchen, sind solche Formate ein starkes Differenzierungsmerkmal.

Zukunft des Trends

Die Zukunft des Trends liegt in hybriden Konzepten, die physische und digitale Erlebnisse verbinden. Technologische Innovationen wie KI-gestützte Personalisierung und AR-Features werden erschwinglicher und damit auch für kleinere Unternehmen nutzbar. Nachhaltigkeit und Community-Building werden zentrale Erfolgsfaktoren: Erlebnisse müssen nicht nur beeindrucken, sondern auch Werte transportieren. Prognosen zeigen, dass immersive Formate vom „Nice-to-have“ zum Standard im Marketing werden – gerade für kleine und mittelständische Unternehmen, die mit kreativen Ideen und Kooperationen große Wirkung erzielen können.

Der Trend in der Praxis

Die Ulrich Lang Gallery online ist eine interaktive 3D-Metaverse-Umgebung, in der man die Parfüms „virtuell erleben“ kann: Man taucht visuell und akustisch in Duftwelten ein, erfährt sspannende Hintergrundgeschichten und kann die Produkte direkt erwerben – ganz ohne App, nur im Browser.

Das privat betriebene DeJa Vu Museum Berlin nutzt optische Täuschungen und interaktive Installationen, um Besuchende aktiv einzubeziehen. Das Projekt kombiniert Kunst, Design und Technologie und ist ein Beispiel für ein KMU, das immersive Erlebnisse als Geschäftsmodell etabliert.

Das Thüringer Start-up Rooom bietet erschwingliche Tools für virtuelle Showrooms und Pop-up-Erlebnisse. Damit können auch kleine Marken immersive Präsentationen auf Messen oder in temporären Stores umsetzen – ohne hohe Hardwarekosten.


Diese Studie ist im im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sowie des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien entstanden.

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