Auf der Reise zu den Orten der Zukunft

In diesem Sommer schicken wir den freien Journalisten Björn Lüdtke quer durch Deutschland, um uns von den Orten der Zukunft zu berichten. Doch wer ist das eigentlich und was erwartet er von seiner Reise? Höchste Zeit, ihn selbst zu Wort kommen zu lassen.

Mehr zum Hintergrund des Projekts finden Sie hier.

Unser reisender Reporter: Björn Lüdtke

In meinem Beruf als freier Journalist weiß ich, wie Schlagzeilen funktionieren. Vor allem online gilt oft: je plakativer, desto erfolgreicher. Und da es irgendwie in der Natur der Nachricht liegt, dass sie meist schlecht ist, erreichen uns immer mehr Schlagzeilen, die Begriffe wie Terror, Katastrophe oder Apokalypse beinhalten und damit diffuse Ängste und Zweifel daran schüren, ob wir es schaffen werden, die Herausforderungen unserer Zeit zu meistern.

Dabei begegne ich bei meinen Recherchen immer wieder Menschen, die sich davon nicht paralysieren lassen, sondern diesen Herausforderungen mit Ideenreichtum entgegenstellen und längst begonnen haben, ihre Visionen praktisch umzusetzen. Das Themenfeld ist dabei breit und reicht von Nachhaltigkeit über digitale Demokratieprozesse bis hin zur Mobilität, der Zukunftsfähigkeit ländlicher Räume und weit darüber hinaus. Studiert haben die wenigsten genau das, was sie zu ihrem Fachgebiet erkoren haben. Vielmehr arbeiten sie in interdisziplinären Teams und bringen mit ihren Kenntnissen aus Design, Architektur, additiven Produktionsverfahren oder Spieleentwicklung ganz neue Gedanken in diese Themengebiete hinein. Fast schon nebenbei stellen sie außerdem neue Technologien in den Dienst kreativer Ideen und erforschen dabei deren konkrete Einsatzmöglichkeiten.

Im Rahmen des Fiction Forums der Kultur- und Kreativwirtschaft will ich mich auf die Suche nach Orten der Zukunft machen. Ich will Lösungsansätzen nachspüren, sie erleben und ausprobieren. Und ich will mit den Menschen dahinter ins Gespräch kommen, die nicht nur in Technologie das Allheilmittel sehen, sondern die die kreativen Methoden, Fähigkeiten und Visionen mitbringen, die wir brauchen, um Ansätze zu finden, die uns eine Zukunft in Freiheit auf einem lebenswerten Planeten sichern.

 


 

Unser reisender Reporter: Björn Lüdtke

Björn Lüdtke reist für uns durch

die Gegenwart der Zukunft:

Björn Lüdtke ist freiberuflicher Journalist und Berater und beschäftigt sich mit Themen an der Schnittstelle von Kultur, Technologie und Nachhaltigkeit. Seine Texte werden vor allem in Fachmagazinen publiziert, sein Steckenpferd ist die Mode. Er arbeitet für Trendforschungsagenturen, berät Fashiontech-Labels, was ihr Styling angeht oder kleine und mittelständische Modemarken in Bezug auf Nachhaltigkeit. Nach Stationen in New York und London lebt er nun in Berlin und in der Uckermark.

Credits

Text: Björn Lüdtke und Wiebke Müller

Fotos: Björn Lüdtke

Anstehende Veranstaltungen

  1. Betroffenheit & Perspektiven

    25. März @ 15:00 - 18:00
  2. Netzdialog: Die Zukunft der Kultur- und Kreativwirtschaft

    25. März @ 18:00 - 19:30
  3. Digitale Learning Journey IX

    31. März @ 18:00 - 19:30
  4. Netzdialog

    29. April
  5. Digitale Learning Journey X

    5. Mai @ 18:00 - 19:30

Credits

Text: Björn Lüdtke und Wiebke Müller

Fotos: Björn Lüdtke

Wie sieht werteorientierte Unternehmensführung in der Umsetzung aus?

Wir haben mit Hans Georg Näder, Vorsitzender der Geschäftsführung und Geschäftsführender Gesellschafter Näder Holding, gesprochen und ihn gefragt, ob Werte Innovationen treiben können, welche Rolle kreativwirtschaftliche Methoden wie 3D-Druck oder Augmented Reality bei ihrer Arbeit spielen, welche Vision er mit der Wiederbelebung des Areals um die Berliner Bötzow-Brauerei verfolgt und was er tut, wenn eine Idee doch mal scheitert.

In langer Familientradition beschäftigt sich Ottobock SE & Co. KG als Teil der Näder Holding mit Prothesen, Orthesen, Rollstühlen und Mobilität bei neurologischen Krankheiten. Neben dem orthopädischen Bereich gehört auch die fachliche Unterstützung bei Themen wie „Leben mit Beinamputation“ zu dem Portfolio von Ottobock. Kennzeichnend für die Firmenepoche unter Hans Georg Näder sind technologische Innovationen, die den Menschen mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt sehen, und die Installation eines globalen Unternehmens-Netzwerks, das für fundamentale Werte wie Vertrauen und Verlässlichkeit im Umgang mit Kund*innen und Mitarbeiter*innen eintritt. Die Arbeit des Unternehmens ist nicht nur funktionell von Bedeutung, sondern ermöglicht vielen Menschen eine barriereärmere Teilhabe am sozialen Alltag. Einige bringt Ottobock sogar an die Weltspitze des Sports, wie den mehrfachen Paralympics-Sieger und Weltrekordler in der Leichtathletik Heinrich Popow.