Aktuelles: COVID-19

Angebote & Infos für Unternehmen und Selbständige zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen von COVID-19

 

Nach den ersten pandemiebedingten Einschränkungen im Frühjahr dieses Jahres, wurden von Bund und Ländern zahlreiche Hilfsmaßnahmen aufgesetzt, um die wirtschaftlichen Auswirkungen für Selbständige und Unternehmen abzufedern. Mit Neustart Kultur wurde zudem ein umfassendes Konjunkturprogramm für den Kulturbereich aufgesetzt. Mittlerweile wurden viele dieser Hilfsmaßnahmen entweder verlängert oder angepasst.

 

Eine aktuelle Übersicht der bisherigen Maßnahmen finden Sie an dieser Stelle:

 

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Auswahl der Maßnahmen für Selbständige und Unternehmen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi)

 

Die Maßnahmen des BMWi bestehen aus unterschiedlichen Säulen wie z.B. der Überbrückungshilfe, diversen Krediten, einem vereinfachten Zugang zur Grundsicherung etc.

Aufgrund der erneuten pandemiebedingten Einschränkungen im November hat der Bund zusätzliche außerordentliche Wirtschaftshilfen („Novemberhilfen“) bereitgestellt.

Die Hilfsangebote für Selbständige und Unternehmen bestehen im einzelnen aus folgenden Maßnahmen:

 

Überbrückungshilfe II und III

Überbrückungshilfe II – Fördermonate September-Dezember 2020

Derzeit läuft noch die Überbrückungshilfe II  für die Fördermonate September bis Dezember 2020. Die Antragstellung für die Überbrückungshilfe II muss durch eine*n prüfende*n Dritte*n erfolgen.

Die Überbrückungshilfe II erstattet betriebliche Fixkosten. Sie kann maximal für vier Monate beantragt werden.

Die Antragstellung ist noch bis zum 31. Januar 2021 möglich.

Mehr Hinweise zum Antragsverfahren finden Sie hier.

 
Überbrückungshilfe III – Juni 2021

Die Überbrückungshilfe III kann für die Monate Januar bis Juni 2021 von Unternehmen, Soloselbständigen, Angehörigen der freien Berufe mit einem Jahresumsatz bis 750. Mio. Euro im Jahr 2020 in Anspruch genommen werden.

Ende Januar wurden die Überbrückungshilfe nochmals angepasst und vereinfacht:

  • Einheitliches Kriterium bei der Antragsberechtigung: Alle Unternehmen mit mehr als 30% Umsatzeinbruch können die gestaffelte Fixkostenerstattung erhalten. Die Differenzierung nach unterschiedlichen Umsatzeinbrüchen, Zeiträumen sowie indirekter oder direkter Betroffenheit entfällt.
  • Erweiterung der monatlichen Förderhöhe: Anhebung der monatlichen Förderhöchstgrenze auf bis zu 1,5 Mio. Euro pro Fördermonat (bisher max. 500.000 Euro). Fördermonate sind November 2020 bis Juni 2020.
  • Abschlagszahlungen: Abschlagszahlungen wird es für alle antragsberechtigten Unternehmen geben, nicht nur für die von den Schließungen betroffenen Unternehmen. Sie sind bis zu einer Höhe von 100.000 Euro (bislang 50.000 Euro) für einen Fördermonat möglich.
  • Anerkennung weiter Kostenpositionen: Für Einzelhändler werden Wertverluste unverkäuflicher oder saisonaler Ware als erstattungsfähige Fixkosten anerkannt. Außerdem können Investitionen in die Umsetzung von Hygienekonzepten oder Digitalisierung (z.B. Aufbau eines Online-Shops) geltend gemacht werden.

Die Antragstellung und die Abschlagszahlungen starten im Februar 2021. Die regulären Auszahlungen ab März 2021.

Mehr Informationen finden Sie auf der Seite des Bundesfinanzministeriums.

 

Was wird erstattet? 

Zu den Kosten, die erstattet werden können, zählen insbesondere:

  • Mieten und Pachten
  • Finanzierungskosten
  • Abschreibungen bis zu einer Höhe von 50 Prozent
  • Bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen für Hygienemaßnahmen bis zu 20.000 Euro
  • Marketing- und Werbekosten

 

Wie viel wird erstattet?

Für alle Varianten gilt, dass Zuschüsse zu den monatlichen Fixkosten abhängig von der Höhe des Umsatzrückgangs gegenüber dem Vergleichszeitraum in 2019 erstattet werden:

  • Umsatzeinbruch mehr als 70 Prozent: Es werden bis zu 90 Prozent der monatlichen Fixkosten
  • Umsatzeinbruch zwischen 50 – 70 Prozent: Es werden bis zu 60 Prozent der monatlichen Fixkosten
  • Umsatzeinbruch zwischen 30 und 50 Prozent: Es werden bis zu 40 Prozent der monatlichen Fixkosten

 

Bei Zuschüssen von insgesamt bis zu 1 Million Euro kann die Bundesregelung „Kleinbeihilfen-regelung“ sowie die „De minimis Verordnung“ genutzt werden ohne den Nachweis von Verlusten. Das ist ein wichtiger Unterschied zur Überbrückungshilfe II.

 

 

„Neustarthilfe“ – Besondere Unterstützung für Soloselbständige

Soloselbständige können alternativ zur Fixkostenerstattung für den Zeitraum Dezember 2020 bis Juni 2021 eine einmalige Betriebskostenpauschale – „Neustarthilfe“ – in Höhe von 50 Prozent des Vergleichsumsatzes im Jahr 2019 bis maximal 7.500 Euro bekommen.

Die Höhe richtet sich nach einem Referenzumsatz aus dem Jahr 2019. Hinweise zur Berechnung dieses Referenzumsatzes finden Sie hier.

 

Novemberhilfe

Die November- und Dezemberhilfen sind außerordentliche Wirtschaftshilfen, um der besonderen Situation der durch die pandemiebedingten Schließungen betroffenen Betriebe zu begegnen.

Der Zuschuss beträgt 75% Prozent des jeweiligen durchschnittlichen Umsatzes im November und Dezember 2019, tageweise anteilig für die Dauer der Corona-bedingten Schließungen.

Soloselbständige können als Vergleichsumsatz alternativ den durchschnittlichen Monatsumsatz im Jahr 2019 zugrunde legen.

  • Anträge auf Novemberhilfe können noch bis zum 31.01.2021 gestellt werden.
  • Anträge auf Dezemberhilfe können noch bis zum 31.03.2021 gestellt werden.

Detaillierte Hinweise zur Antragsstellung sowie die Anträge finden Sie hier: www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

Die Abschlagszahlungen der November- und Dezemberhilfen werden seit 25. November 2020 bei Direktanträgen von Soloselbständigen bis 5.000 Euro direkt ausgezahlt und bei Anträgen über Prüfende Dritte Abschlagszahlungen von bis zu 10.000 Euro gezahlt.

  • Die Höchstgrenze der Abschlagszahlungen wurde zum 11. Dezember 2020 auf 50.000 Euro erhöht.
  • Die reguläre Auszahlung der beantragten Novemberhilfe (Summen über den obengenannten Beträgen) durch die Bewilligungsstellen der Länder startet vsl. am 10 Januar 2021.
  • Auszahlungen der Abschlagszahlungen für die Dezemberhilfe starten ebenfalls vsl. Anfang Januar 2021.

 

KfW-Sonderprogramme 2020

 

Das KfW-Sonderprogramm soll bis zum 31. Juni 2021 zur Verfügung stehen.
Es steht gewerblichen (d.h. ausdrücklich keinen gemeinnützigen Unternehmen oder Sozialunternehmen) Unternehmen jeder große sowie Freiberufler*innen offen.

Das KfW-Sonderprogramm beinhaltet unterschiedliche Programmpunkte sowohl für Unternehmen, die schon länger am Markt sind als auch für solche, die weniger als 5 Jahre am Markt sind. Bitte entnehmen Sie Einzelheiten der Seite der KfW.

KfW-Schnellkredit 2020 (seit November 2020 auch für Unternehmen <10 Beschäftige und Freiberufler*innen)

Ab dem 9. November 2020 steht der KfW-Schnellkredit auch für Soloselbständige und Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten zur Verfügung. Die Antragstellung ist vorerst bis zum 30. Juni 2021 möglich.

Über die Hausbanken können kleine Unternehmen diese KfW-Kredite mit einer Höhe von bis zu 300.000 Euro beantragen, abhängig von dem im Jahre 2019 erzielten Umsatz. Der Bund übernimmt dafür das vollständige Risiko und stellt die Hausbanken von der Haftung frei.

Verbessert wurden auch die Regelungen zur Tilgung der KfW-Schnellkredite. Möglich ist ab dem 16. November 2020 nun auch die vorzeitige anteilige Tilgung ohne Vorfälligkeitsentschädigung. Dies erleichtert die Kombination mit anderen Corona-Hilfsprogrammen.

Das Kreditvolumen pro Unternehmensgruppe beträgt bis zu 25 Prozent des Jahresumsatzes 2019:

  • maximal 800.000 Euro für Unternehmen mit über 50 Beschäftigten
  • maximal 500.000 Euro für Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten und
  • maximal 300.000 Euro für Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten

 

Kurzarbeitergeld

 

Das Kurzarbeitergeld steht nach wie vor zur Verfügung. Die Bezugsdauer wurde für Betriebe, die bis zum 31. Dezember 2020 Kurzarbeit eingeführt haben, bis zu 24 Monate, längstens bis zum 31. Dezember 2021 verlängert. Informationen zur Beantragung des Kurzarbeitergeldes finden sie auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit.

Weitere Informationen zu Maßnahmen wie z.B. dem vereinfachten Zugang zur Grundsicherung, diversen steuerlichen Hilfsmaßnahmen oder gesonderten Programmen zur Unterstützung von Start-Ups finden sie hier.

 

 

Auswahl der Maßnahmen des Programms Neustart Kultur der Beauftragten für Kultur und Medien

 

Zur Unterstützung des Kulturbereichs wurden innerhalb des Programms Neustart Kultur rund 1 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt.  

Eine Übersicht der einzelnen Bereiche, die im Rahmen des Programms Neustart Kultur Förderung erhalten, finden Sie auf der Seite der Bundesregierung.
Eine Listenübersicht der spezifischen Fördervolumen finden Sie auf der Seite des Deutschen Kulturrats.

 

Hilfsangebote der Länder

 

Eine Vielzahl der Hilfsangebote der Länder ist in der Zwischenzeit ausgelaufen.
Eine Übersicht finden Sie auf der Seite des Deutschen Kulturrats.

Ansprechpartner*innen in den Ländern, die Sie zu länderspezifischen Maßnahmen, aber auch zu den Maßnahmen des Bundes beraten können, finden Sie hier.

 

 


 

Informationen & Angebote von Verbänden, Gewerkschaften, Institutionen u.ä.

 

Übergreifend für alle Verbände im Kulturbereich: Deutscher Kulturrat www.kulturrat.de/corona.

A
Allianz deutscher Designer: Hilfe für Selbständige während der Corona-Pandemie
B
Berufsverband Kinematografie: Weitere Informationen bzgl. der Corona-Krise im Bereich der Filmproduktion
Bundesverband Deutsche Start-ups e. V.: Collected Best Practices” in Bezug auf Corona
C
Clubcommission Berlin e.V.: Club- und Veranstalter*innenberatung
D
Deutscher Gewerkschaftsbund: Arbeitsrecht, Home Office, Kurzarbeitergeld – Was Beschäftigte wissen müssen
Deutscher Journalisten-Verband: Journalist*innen und Corona
Deutscher Kulturrat: Zeitung Politik & Kultur 4/2020 mit dem Schwerpunkt Corona-Pandemie
Deutscher Kulturrat: Pressemitteilungen, nützliche Infosammlung, Sondernewsletter u.a.
Deutscher Industrie- und Handelskammertag: DIHK drängt auf Nothilfefonds für Kleinstunternehmen und Selbstständige
Deutsche Orchester Vereinigung: Hinweise und Empfehlungen für Selbstständige und Freischaffende in der Musikszene
E
F
Film und Medien Stiftung NRW: Bundes- und Länderförderer starten Hilfsprogramm für die Film- und Medienbranche
Fonds Darstellende Künste: Anpassung der Förderung
G
GEMA: Corona-Pandemie: Hilfe für Mitglieder und Kunden

GFK Spitzenverband: Voraussetzungen Stundung Beitragszahlung Sozialversicherung und gesetzliche Krankenkasse
H
Höme: Updates, Absagen und Hilfestellungen für Festivals
I
Initiative Musik: Hilfsprogramm für Musiker*innen
J
K
KREATIVE DEUTSCHLAND & PCI: Gemeinsame Pressemitteilung zu den Auswirkungen von COVID-19 auf die KKW
L
M
Medienboard Berlin Brandenburg: Unterstützungsangebote von Bund und Ländern für Fördernehmer*innen und Branche

N–R
S
Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland: Unterstützungsangebote für Social Entrepreneurs in Zeiten von Covid-19
SOMM – Society Of Music Merchants e. V.: Nützliche Hinweise und Handlungsempfehlungen
T
Touring Artists: Linkliste zu Informationen zur aktuellen Lage
U
V
ver.di: FAQ für Solo-Selbstständige
Verband der Gründer und Selbständigen (VGSD): Informationen für Entschädigungen für Gründer und Selbstständige bei Quarantäne
Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS in ver.di): Maßnahmen zur Unterstützung von Kulturschaffenden
Verband unabhängiger Musikunternehmen e.V. (VUT): Informationen für Musikunternehmer*innen
W–Z