Aktuelles: COVID-19

 

Angebote & Infos für Unternehmen und Selbständige zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen von COVID-19

 

Die zunehmende Ausbreitung der Pandemie COVID-19 bringt auch in Deutschland viele Unsicherheiten mit sich – gesellschaftlich und wirtschaftlich. Auf dieser Seite widmen wir uns der wirtschaftlichen Dimension des Themas. Hier finden Sie:

 

Zentrale Maßnahmen auf Bundesebene -> aktuell: Konjunkturpaket vom 3.6.2020
Ergänzende Maßnahmen auf Länderebene
Angebote & Informationen von Verbänden, Institutionen, Gewerkschaften u.ä.
Angebote & Informationen auf europäischer Ebene

 

Die Maßnahmen und Reglementierungen zum Schutz der Gesundheit ziehen wirtschaftliche Folgen nach sich, die Akteur*innen der Kultur- und Kreativwirtschaft hart treffen. Ausfallende Veranstaltungen und Projekte lassen auch wirtschaftliche Unsicherheiten, vor allem bei Kleinstunternehmer*innen, Freiberufler*innen und Solo-Selbstständigen, wachsen. Wir möchten Ihnen bestehende Möglichkeiten aufzeigen: Hier finden Sie eine Auswahl relevanter Quellen zu allgemeinen Informationen sowie konkreten Unterstützungsangeboten. Die Liste wird kontinuierlich ergänzt.

Darüber hinaus sind wir mit Akteur*innen und Expert*innen der Branche im Gespräch:

Auch für das Kompetenzzentrum läuft seit Beginn der Pandemie alles nicht gewohnt weiter. Es freut uns, wenn wir Sie mit unseren Angeboten ein Stück weit durch diese merkwürdigen Zeiten begleiten können. Sie können keine Antwort auf Ihre Frage finden? Dann melden Sie sich bei uns: presse@kreativ-bund.de.


 

Konjunkturpaket Juni 2020

Das Konjunktur- und Zukunftspaket mit einem Volumen von 130 Milliarden Euro ist das Ergebnis des Koalitionsausschusses vom 03.06.2020 (hier als PDF). Aktuelle Informationen zum Konjunkturpaket der Bundesregierung finden Sie hier.

Zusammenfassung der wichtigsten Elemente für die Kultur- und Kreativwirtschaft:

Steuerlicher Verlustrücktrag
(Punkt 5)

Der steuerliche Verlustrücktrag wird – gesetzlich – für die Jahre 2020 und 2021 auf maximal 5 Mio. Euro bzw. 10 Mio. Euro (bei Zusammenveranlagung) erweitert. Es wird ein Mechanismus eingeführt, wie dieser Rücktrag unmittelbar finanzwirksam schon in der Steuererklärung 2019 nutzbar gemacht werden kann, z.B. über die Bildung einer steuerlichen Corona-Rücklage. Das schafft schon heute die notwendige Liquidität und ist bürokratiearm zu verwalten. Die Auflösung der Rücklage erfolgt spätestens bis zum Ende des Jahres 2022. {Finanzwirkung: Verschiebungseffekt 2 Mrd. Euro, davon 1 Mrd. Euro Bund}

Investitionen jetzt vorgezogen
(Punkt 10)

Der Bund wird in allen Bereichen prüfen, inwieweit geplante Aufträge und Investitionen jetzt vorgezogen werden können. Insbesondere sollen Digitalisierungsvorhaben in der Verwaltung, Sicherheitsprojekte sowie neue Rüstungsprojekte mit hohem deutschen Wertschöpfungsanteil, die noch in den Jahren 2020 und 2021 beginnen können, sofort umgesetzt werden. {Projektvolumen: 10 Mrd. Euro}

Entbürokratisierung
(Punkt 11)

Um die öffentlichen Investitionsfördermaßnahmen schnell in konkrete Investitionsprojekte umsetzen zu können, soll das Vergaberecht temporär vereinfacht werden, etwa durch eine Verkürzung der Vergabefristen bei EU-Vergabeverfahren und die Anpassung der Schwellenwerte für beschränkte Ausschreibungen und freihändige Vergaben in Deutschland. Die Grundsätze des Wettbewerbs, der Transparenz sowie der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit bleiben von diesen Regelungen unberührt. Auch die Länder sind gefordert, Vereinfachungen umzusetzen. Die Koalition ist bestrebt, die Europäische Ratspräsidentschaft Deutschlands zu nutzen, um auf europäischer Ebene ein Programm zur Entbürokratisierung, zur Beschleunigung des Planungsrechts, zur Vereinfachung des Vergaberechts und zur Reform des Wettbewerbsrechts anzustoßen. Wir prüfen im Lichte der im Herbst erwarteten EuGH-Entscheidung eine europarechtskonforme materielle Präklusion gesetzlich wieder einzuführen.

Kurzarbeitergeld
(Punkt 12)

Das Kurzarbeitergeld bewährt sich wie schon in der Finanzkrise auch in der Coronabedingten Wirtschaftskrise. Wir werden bereits im September im Lichte der pandemischen Lage eine verlässliche Regelung für den Bezug von Kurzarbeitergeld ab dem 1. Januar 2021 vorlegen.

Programm für Überbrückungshilfen
(Punkt 13)

Zur Sicherung der Existenz von kleinen und mittelständischen Unternehmen wird für Corona-bedingten Umsatzausfall ein Programm für Überbrückungshilfen aufgelegt. Das Volumen des Programms wird auf maximal 25 Mrd. Euro festgelegt. Die Überbrückungshilfe wird für die Monate Juni bis August gewährt. Die Überbrückungshilfe gilt branchenübergreifend, wobei den Besonderheiten der besonders betroffenen Branchen wie Hotel- und Gaststättengewerbe, Caterer, Kneipen, Clubs und Bars, als Sozialunternehmen geführte Übernachtungsstätten wie Jugendherbergen, Schullandheime, Träger von Jugendeinrichtungen des internationalen Jugendaustauschs, Einrichtungen der Behindertenhilfe, Reisebüros, Profisportvereinen der unteren Ligen, Schaustellern, Unternehmen der Veranstaltungslogistik sowie 4 Unternehmen im Bereich um Messeveranstaltungen angemessen Rechnung zu tragen ist.

Antragsberechtigt sind Unternehmen, deren Umsätze Corona-bedingt in April und Mai 2020 um mindestens 60 % gegenüber April und Mai 2019 rückgängig gewesen sind und deren Umsatzrückgänge in den Monaten Juni bis August 2020 um mindestens 50 % fortdauern. Bei Unternehmen, die nach April 2019 gegründet worden sind, sind die Monate November und Dezember 2019 heranzuziehen. Erstattet werden bis zu 50 % der fixen Betriebskosten bei einem Umsatzrückgang von mindestens 50 % gegenüber Vorjahresmonat. Bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 % können bis zu 80 % der fixen Betriebskosten erstattet werden. Der maximale Erstattungsbetrag beträgt 150.000 Euro für drei Monate. Bei Unternehmen bis zu fünf Beschäftigten soll der Erstattungsbetrag 9.000 Euro, bei Unternehmen bis 10 Beschäftigten 15.000 Euro nur in begründeten Ausnahmefällen übersteigen. Geltend gemachte Umsatzrückgänge und fixe Betriebskosten sind durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer in geeigneter Weise zu prüfen und zu bestätigen. Überzahlungen sind zu erstatten. Die Antragsfristen enden jeweils spätestens am 31.8.2020 und die Auszahlungsfristen am 30.11.2020. {Finanzbedarf: 25 Mrd. Euro aus nicht ausgeschöpftem bestehenden Programm}

Vereinfachter Zugang in die Grundsicherung
(Punkt 14)

Der vereinfachte Zugang in die Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) wird über die bisherige Geltungsdauer hinaus bis zum 30. September 2020 verlängert.

Programm zur Milderung der Auswirkungen der Corona-Pandemie im Kulturbereich
(Punkt 16)

Kunst und Kultur sollen zur Wiederaufnahme ihrer Häuser und Programme ertüchtigt werden. Daher wird ein Programm zur Milderung der Auswirkungen der CoronaPandemie im Kulturbereich aufgelegt, aus dem insbesondere die Erhaltung und Stärkung der Kulturinfrastruktur, Nothilfen, Mehrbedarfe von Einrichtungen und Projekten und die Förderung alternativer, auch digitaler Angebote gefördert werden sollen. {Finanzbedarf: 1 Mrd. Euro}

 

 

Detailliertere Infos zu den Maßnahmen auf Bundesebene:

Zuschüsse & Darlehen von Bund & Ländern 

Die Bundesregierung hat Corona-Soforthilfen für Solo-Selbständige und kleine Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Folge von Corona in Höhe von insgesamt bis zu 50 Milliarden Euro Bundesmittel beschlossen. Es besteht Einvernehmen zwischen Bund und Ländern, dass dieses Programm auch Künstler*innen und Kulturschaffenden als Freiberufler*innen offensteht. Die Bundesregierung leistet finanzielle Soforthilfe in Form von Zuschüssen zur Sicherung der wirtschaftlichen Existenz der Antragsteller*innen und zur Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen. Mit den Mitteln können laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten und ähnliches bezahlt werden. Solo-Selbständige – also Selbständige ohne Beschäftigte, Einzelkünstler*innen etc. – und Kleinstunternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten erhalten danach bis 9.000 Euro Einmalzahlung für drei Monate. Bei bis zu zehn Beschäftigten fließen bis 15.000 Euro Einmalzahlung für drei Monate. Darüber hinaus stellen einzelne Bundesländer auch Zuschüsse für größere Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten zur Verfügung. Die Abwicklung erfolgt elektronisch über die Länder beziehungsweise Kommunen. >> mehr Informationen

Bürgschaftsprogramme

KfW: Um Unternehmen und Freiberufler*innen mit der notwendigen Liquidität zu versorgen, wenn sie aufgrund der Auswirkungen des Corona-Virus in Liquiditätsschwierigkeiten geraten, gibt es bestehende Kreditinstrumente bei der KfW. Dazu gehören Betriebsmittelkredite und auch das Bürgschaftsprogramm. Diese Mittel stehen aktuell zur Verfügung und können – je nach Bedarf – hochgefahren werden.  >> mehr Informationen

Die Deutschen Bürgschaftsbanken: Für Unternehmen, die bis zur Krise tragfähige Geschäftsmodelle hatten, können Bürgschaften für Betriebsmittel zur Verfügung gestellt werden. Bis zu einem Betrag von 2,5 Millionen Euro werden diese durch die Bürgschaftsbanken bearbeitet, darüber hinaus sind die Länder beziehungsweise deren Förderinstitute zuständig. Ab einem Bürgschaftsbetrag von 20 Millionen Euro beteiligt sich der Bund in den strukturschwachen Regionen am Bürgschaftsobligo im Verhältnis fünfzig zu fünfzig. Eine Anfrage für ein Finanzierungsvorhaben bis 2,5 Mio. Euro kann schnell und kostenfrei auch über das Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken gestellt werden. >> mehr Informationen

Kurzarbeitergeld zum Ausgleich der Entgelte für Mitarbeiter*innen

Unternehmen mit mindestens einem*einer Mitarbeiter*in können Kurzarbeitergeld beantragen. Beim Kurzarbeitergeld übernimmt die Bundesagentur für Arbeit 60 Prozent (bzw. 67 Prozent, wenn ein Kind mit im Haushalt lebt) des ausgefallenen Nettolohns, wenn eine Firma ihre Beschäftigten in Kurzarbeit schickt. Den Arbeitgeber*innen sollen außerdem die Sozialbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden erstattet werden. Arbeitgeber*innen können Kurzarbeitergeld beantragen, wenn mindestens 10 Prozent der Belegschaft von einem erheblichen Arbeitsausfall betroffen sind. Die Maßnahme soll Unternehmen helfen, bei eingebrochenem Geschäft Mitarbeiter*innen zu halten. Kurzarbeitergeld kann bereits rückwirkend zum 01.03 beantragt und maximal 12 Monate bezogen werden. Achtung: Kurzarbeitergeld gibt es nicht für geringfügig Beschäftigte. >> mehr Informationen

Erhöhung der Schutzmechanismen bzgl. Kündigungen von Mieträumen wie Ateliers & Clubs

Um Kündigungen von Mieträumen, wie Ateliers, Proberäumen und Clubs, zu vermeiden, wurde das Recht der Vermieter*innen eingeschränkt, wegen Zahlungsrückständen zu kündigen: Zahlungsrückstände aus dem Zeitraum 1. April bis 30. Juni 2020 berechtigen nicht zur Kündigung, sofern sie bis zum 30. Juli 2022 beglichen werden. Ebenfalls wurden Vorschriften im Insolvenzrecht gelockert. >> mehr Informationen

 

 

 

Regelungen zu Ausfallhonoraren 

Die BKM ermöglicht es Kulturinstitutionen, freischaffenden Kreativen Ausfallhonorare für Engagements zu zahlen, die wegen der Corona-Krise abgesagt wurden. Die Regelung gilt für Kultureinrichtungen und Projekte, die vom Bund gefördert werden. Voraussetzung ist, dass das Engagement bis zum Stichtag 15. März 2020 vereinbart wurde. Bei Gagen unter 1.000 Euro, kann ein Ausfallhonorar von bis zu 60 Prozent des Nettoentgelts gezahlt werden. Bei Gagen über 1.000 Euro können die Künstlerinnen und Künstler maximal 40 Prozent des Nettoentgelts erhalten; die Obergrenze des Ausfallhonorars liegt bei 2.500 Euro. Unabhängig von dieser Regelung hängt es von Ihren individuellen Vertragsbedingungen ab, ob Sie ein Ausfallhonorar bekommen. Auch mündlich oder per SMS/WhatsApp geschlossene Vereinbarungen sind wirksam. Achten Sie beim Abschluss von neuen Verträge darauf, dass es Regelungen über Ausfallhonorare gibt. Haben Sie in einem Projekt bereits Teilleistungen erbracht, haben Sie zumindest anteilig Anspruch auf das Honorar. Die Regelungen sind leider sehr kompliziert, es wird von Fall zu Fall abgewogen. >> mehr Informationen

Ob Sie von dem*der Auftraggeber*in ein Ausfallhonorar bekommen, hängt von Ihren individuellen Vertragsbedingungen ab. Auch mündlich oder per SMS/WhatsApp geschlossene Vereinbarungen sind wirksam. Achten Sie beim Abschluss von neuen Verträge darauf, dass es Regelungen über Ausfallhonorare gibt. Haben Sie in einem Projekt bereits Teilleistungen erbracht, haben Sie zumindest anteilig Anspruch auf das Honorar. Die Regelungen sind leider sehr kompliziert, es wird von Fall zu Fall abgewogen.

Entschädigung bei Verdienstausfall durch Quarantäne

Wer aufgrund des Coronavirus offiziell unter Quarantäne gestellt wird, einem Tätigkeitsverbot unterliegt und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, kann nach § 56 des Infektionsschutzgesetz (IfSG) eine Entschädigung erhalten. Selbstständige und Freiberufler wenden sich in diesem Falle direkt an das für sie zuständige Gesundheitsamt.

 

Änderungen Grundsicherung (ALG II) 

Bei der Grundsicherung (ALG II) gilt für einen befristeten Zeitraum bis September, dass Rücklagen nicht zuerst aufgebraucht werden müssen, bevor die Grundsicherung greift. Auch werden Miete- und Mietnebenkosten ohne weitere Prüfung übernommen. Vielen Kulturschaffenden wird damit dieser Weg der Nothilfe geöffnet. >> mehr Informationen

Notfall-KiZ

Die Bundesregierung hat im Rahmen des Sozialschutz-Pakets den Kinderzuschlag kurzfristig umgestaltet. Dadurch erhalten möglichst viele Familien finanzielle Unterstützung, wenn sie derzeit Einkommen einbüßen. Nutzen Sie den Notfall-KiZ, wenn Ihr Verdienst nicht für den Lebensunterhalt Ihrer Familie ausreicht. Der Notfall-KiZ beträgt monatlich bis zu 185 Euro pro Kind. >> mehr Informationen

Lohnersatz wegen Schul- und Kitaschließung

Wer wegen Schul- oder Kitaschließung die eigenen Kinder betreuen muss und daher nicht arbeiten kann, soll gegen übermäßige Einkommenseinbußen abgesichert werden. Dafür wurde das Infektionsschutzgesetz angepasst. Eltern erhalten demnach eine Entschädigung von 67 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens (maximal 2016 Euro) für bis zu sechs Wochen. Die Auszahlung übernimmt der Arbeitgeber, der bei der zuständigen Landesbehörde einen Erstattungsantrag stellen kann.Voraussetzungen dafür sind, dass die erwerbstätigen Eltern Kinder unter zwölf Jahren zu betreuen haben, weil eine Betreuung anderweitig nicht möglich ist, und dass Gleitzeit- beziehungsweise Überstundenguthaben ausgeschöpft sind. >> mehr Informationen

Anpassung des Elterngeldes

Damit werdende und junge Eltern, die aufgrund der Corona-Pandemie Verdienstausfälle haben oder die Voraussetzungen für den Bezug des Elterngeldes nicht mehr einhalten können, keine Nachteile haben, soll das Elterngeld angepasst werden. Dazu sind verschiedene Regelungen geplant. Ein Gesetzentwurf zu diesen Änderungen befindet sich zurzeit im parlamentarischen Verfahren. Die Regelungen sollen rückwirkend zum 1. März 2020 in Kraft treten. >> mehr Informationen

 

Stundung & Anpassung der Beiträge 

Stundung von Umsatz-, Einkommen- und Körperschaftssteuer: Wenn Unternehmen aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie in diesem Jahr fällige Steuerzahlungen nicht leisten können, sollen diese Zahlungen auf Antrag befristet und grundsätzlich zinsfrei gestundet werden. Den Antrag können Unternehmen bis zum 31. Dezember 2020 bei ihrem Finanzamt stellen. An die Bewilligung der Stundung sind dabei keine strengen Anforderungen zu stellen. Unternehmen müssen darlegen, dass sie unmittelbar betroffen sind. Den Wert entstandener Schäden müssen sie aber nicht im Einzelnen belegen. Auf Vollstreckungen und Säumniszuschläge wird im Zusammenhang mit den Corona-Auswirkungen verzichtet. >> mehr Informationen

Anpassung von Gewerbe-, Einkommen- und Körperschaftssteuervorauszahlungen: Unternehmen, Selbständige und Freiberufler können außerdem die Höhe ihrer Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer anpassen lassen. Gleiches gilt für den Messbetrag für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen. Hierfür können sie bei ihrem Finanzamt einen Antrag stellen. Sobald klar ist, dass die Einkünfte der Steuerpflichtigen im laufenden Jahr voraussichtlich geringer sein werden als vor der Corona-Pandemie erwartet, werden die Steuervorauszahlungen unkompliziert und schnell herabgesetzt. Unternehmen können schon jetzt, einen Antrag auf Herabsetzung ihrer Vorauszahlungen auf die Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer beantragen.  >> mehr Informationen

Stundung von Beiträgen zur Sozialversicherung: Sozialversichungsbeiträge von Arbeitgeber*innen können nach § 76 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 SGB IV gestundet werden. Eine Stundung darf allerdings nicht gewährt werden, wenn eine Gefährdung des Anspruches eintreten würde. Das ist der Fall, wenn die Zahlungsschwierigkeiten nicht nur vorübergehend sind oder eine Überschuldung in absehbarer Zeit offensichtlich nicht abgebaut werden kann. Ansprechpartner sind hierfür die jeweils zuständige Krankenkassen. >> mehr Informationen

Anpassung von Beiträgen an die Künstlersozialkasse: Künstler*innen und Publizist*innen, die in der Künstlersozialkasse versichert sind, können außerdem eine Änderungsmitteilung darüber machen, dass sich ihr Arbeitseinkommen ändert. Das Formular finden Sie hier.

 

Zusatzprogramme für bestimmte Teilbranchen

Filmförderung

Gemeinsam mit den Länderförderern und der Filmförderungsanstalt (FFA) wurde die verstärkte Absicherung laufender Förderungen (insbesondere Produktion und Verleih) vereinbart. Dies soll u.a. erfolgen durch den Verzicht auf Rückforderungen, wenn Dreharbeiten pandemiebedingt abgebrochen bzw. Filme nicht herausgebracht werden, die Übernahme von Mehrkosten bei Verschiebungen und Unterbrechungen geförderter Projekte sowie eine vorübergehend flexiblere Handhabung der Sperrfristen. >> mehr Informationen

Hilfsprogramm für Film- und Medienbranche

In Zusammenarbeit der Bundes- und Länderförderer wurde ein Hilfsprogramm für die Film- und Medienbranche mit einem Gesamtvolumen von 15 Mio. € aufgelegt. Die Träger sind: FilmFernsehFonds Bayern (FFF), Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (FFHSH), Film- und Medienstiftung NRW (FMS), HessenFilm, Medienboard Berlin-Brandenburg (MBB), Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG), Mitteldeutsche Medienförderung (MDM), nordmedia sowie die Filmförderungsanstalt (FFA) und die Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit DFFF, Kultureller Filmförderung und GMPF. Das Hilfsprogramm unterstützt Medienproduzent*innen, Verleihunternehmen und Kinos bei der Bewältigung der Corona-Krise über verschiedene bereichsspezifische Maßnahmen. Die Unterstützung wird als Zuschuss oder bedingt-rückzahlbares zinsloses Darlehen gewährt.

Anerkennung von Medienunternehmen als kritische Infrastrukturen

Um die informationelle Grundversorgung der Bevölkerung weiterhin sicherzustellen, hat sich die BKM innerhalb der Bundesregierung und gegenüber den Ländern mit Nachdruck dafür eingesetzt, Medienunternehmen einschließlich ihres Vertriebs als anerkannte kritische Infrastrukturen von zwingenden Betriebsschließungen auszunehmen. Dieser Empfehlung sind die Bundesländer gefolgt. Auch sind viele Länder der Forderung der BKM nachgekommen, dass die für den journalistischen Betrieb notwendigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum unabkömmlichen Personal der kritischen Infrastrukturen gezählt werden, sodass ihnen zum Beispiel Notbetreuung für ihre Kinder ermöglicht wird.

Orchesterprogramm

Bis zu 5,4 Millionen Euro stellt BKM an Soforthilfen für freie Orchester und Ensembles zur Verfügung. Das Hilfsprogramm soll künstlerisches Arbeiten trotz der Corona-Pandemie ermöglichen. Das Soforthilfeprogramm läuft bis Ende 2020 und richtet sich an professionelle Orchester und Ensembles mit Sitz in Deutschland. Antragsteller können bis zu 200.000 Euro erhalten. Voraussetzung ist, dass Projekte im Inland realisiert werden und dass die Projektorchester und Klangkörper nicht überwiegend öffentlich finanziert werden.   >> mehr Informationen

Programm „Neustart“ für Museen

Mit bis zu 20 Millionen Euro unterstützt die BKM einmalig Schutzmaßnahmen, die eine Wiedereröffnung vor allem kleinerer und mittlerer Kultureinrichtungen ermöglichen, die Corona-bedingt geschlossen wurden. Finanziert werden Investitionen in den Umbau und zur Ausstattung, zum Beispiel der Einbau von Schutzvorrichtungen oder die Optimierung der Besuchersteuerung. Auch die Einführung oder Anpassung digitaler Vermittlungsformate können unterstützt werden. Für die Maßnahmen sind zwischen 10.000 und 50.000 Euro pro Kultureinrichtung vorgesehen. >> mehr Informationen

 


 

Zusätzliche Programme der Länder

 

Neben dem für alle geltenden Bundesprogramm haben die Länder zusätzliche Programme gestartet (letztes Update am 09.07.2020):

Baden-Württemberg: Es können für drei Monate jeweils 1.180 Euro also insgesamt 3.540 Euro an Unterstützung für laufende Lebenshaltungskosten beantragt werden. Die Antragstellung erfolgt zusammen mit der Beantragung der Betriebskostenzuschüsse aus Bundesmitteln. // Einrichtung eines Nothilfefonds im Umfang von über 32 Millionen Euro für wirtschaftlich gefährdete Kunst- und Kultureinrichtungen sowie Vereine der Breitenkultur. // Auflage eines Impulsprogramms „Kunst trotz Abstand“ mit rund 7 Millionen Euro zur Förderung kultureller Veranstaltungen, die auch unter den aktuellen Beschränkungen und unter Einhaltung von Auflagen umgesetzt werden können. // Mit dem Programm „Kultur Sommer 2020“ stellt das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst kurzfristig 2,5 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds Kunst zur Verfügung, um Kultureinrichtungen und Vereine der Breitenkultur zu unterstützen. Gefördert werden kleinere analoge Veranstaltungen und Veranstaltungsreihen aller Sparten, die unter Einhaltung der bestehenden Auflagen und rechtlichen Rahmenbedingungen umgesetzt werden können. // Am 01.07. hat die Landesregierung weitere Corona-Soforthilfen für Kunst und Kultur in einem Gesamtumfang von 50 Millionen Euro beschlossen.

Bayern: Künstlerinnen und Künstler, die in der Künstlersozialversicherung versichert sind, können bei Liquiditätsengpässen bis zu drei Monate jeweils 1.000 Euro beantragen. // Fördermaßnahmen für nichtstaatliche Kultureinrichtungen: Hier sollen für rund 800 Förderungen pro Jahr (Volumen der Förderungen 150 Millionen Euro) pragmatische Lösungen gesucht werden. // Wer bei staatlichen Einrichtungen ein Engagement hatte, kann auch bei coronabedingter Absage mit einem Ausfallhonorar rechnen. Dabei orientiert sich das Kunstministerium an den Regelungen des Bundes. Je nach Vertragsverhältnis ist die Zahlung des kompletten Honorars oder ein Ausfallhonorar von bis zu 60 Prozent – ohne eine Gegenleistung – vorgesehen. Das Kunstministerium kommt Kulturschaffenden außerdem mit der Förderung von Projektträgern und Institutionen im Kulturbereich entgegen. Ziel ist es, in laufenden Förderverfahren des Ministeriums (Musik, Theater, Festivals) bei Corona-bedingten Absagen faire und gerechte Lösungen zu finden – etwa dadurch, dass der Förderzeitraum verschoben oder die Durchführung neuer digitaler Formate berücksichtigt wird und Härtefälle individuell geprüft werden. // Mit dem Bayerischen Sofort-Prämien für Kinos erhalten alle gewerblichen Kinos mit bis zu sieben Sälen und regemäßigem Spielbetrieb eine Sonderprämie in Höhe von 5.000 € zur Bewältigung von Existenznöten aufgrund der Corona-Krise. Insgesamt stehen Fördergelder in Höhe von 1,2 Mio. € zur Verfügung. // Mit dem Stabilisierungsprogramm für kulturelle Spielstätten und nichtstaatliche Kunst- und Kultureinrichtungen sollen bis zu 700 kleinere und mittlere Spielstätten im Bereich Theater, Kleinkunst, Musik und Kabarett, rund 260 Kinos und Filmproduktionen sowie durch das Kunstministerium geförderte nichtstaatliche Kunst- und Kultureinrichtungen bis Jahresende bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise unterstützt werden. // Das Programm Laienmusik unterstützt mit rund 10 Mio. € den Erhalt vieler Musikvereine als Teil der bayerischen Kultur. // Mit der FFF Filmtheater Programmprämie sollen Kinobetreiber in der Zeit der Corona-Krise unterstützt werden. Als Prämienstaffelung ist vorgesehen, dass bis zu 80 Kinos jeweils 10.000 Euro erhalten, sowie drei Spitzen-preise in Höhe von 15.000, 20.000 und 25.000 Euro vergeben werden. Förderberechtigt sind Programmkinos, die eine Auszeichnung der FFF Bayern erhalten haben. // Zur Unterstützung kleiner und mittlerer Spielstätten im Bereich Theater, Kleinkunst, Musik und Kabarett gibt es ein neues Stabilisierungsprogramm im Rahmen des bayerischen Kultur-Rettungsschirms. Anträge können seit 1. Juli 2020 gestellt werden.

Berlin: Soforthilfepaket I, Landesprogramm, ist wegen Überzeichnung ausgesetzt. // Für das Das Soforthilfepaket IV können keine Anträge mehr gestellt werden.

Brandenburg: Unterstützungsprogramm für Kultureinrichtungen im Land Brandenburg. Für das Programm sind ab sofort Anträge möglich. // Das Ministerium für Wissenschaft unterstützt freiberufliche professionelle Brandenburger Einzelkünstlerinnen mit Mikrostipendien à 1.000 €, damit sie während der Corona-Krise kleine künstlerische Projekte realisieren können. Die Antragsfrist wurde bis 31. August verlängert. // Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg bietet mit der “Corona-Kulturhilfe” Unterstützung insbesondere für kommunale und gemeinnützige private Kultureinrichtungen und Projektträger zum Teilausgleich von Einnahmeausfällen. // Über das Notprogramm für Arthouse-Kinos in Berlin-Brandenburg erhalten Brandenburger Kinobetreiber*innen (Kinoprogrammpreisträger*innen & -bewerber*innen 2020) finanzielle Unterstützung in Form von Zuschüssen (Erhöhung der Preisgelder und Soforthilfe für Bewerber*innen). Mit dem Programm stehen insgesamt Fördermittel in Höhe von 1,1 Mio. € zur Verfügung. // Das Land Brandenburg unterstützt die durch das Wegbrechen der Werbeeinnahmen in der Corona-Krise zusätzlich gebeutelten lokalen TV- und Radioanbieter im Jahr 2020 mit 750.000 Euro bei den Übertragungskosten.

Bremen: Landesprogramm für freischaffende Künstler*innen. Es können bis zu 2.000 Euro beantragt werden. // Soforthilfeprogramm für bildende Künstlerinnen und Künstler. Sie können sich mit einem Kunstwerk bewerben, das vom Land für 2.000 Euro angekauft wird. Die Auswahl trifft eine Jury. // Der Bremer Senat hat am 28.04.2020 den Bremen-Fonds beschlossen. Mit ihm sollen kurz- und langfristig die Folgen aus der Corona-Krise – auch für den Kulturbereich – finanziert werden. // Um die Folgen der Pandemie für die Kinos abzumildern, werden die über die nordmedia ausgegebenen Kinoprogrammpreise einmalig auf 150.000 Euro verdoppelt. // Der Senat hat ein neues „Sofortprogramm zur Unterstützung freischaffender Künstlerinnen und Künstler aufgrund der Auswirkungen der Coronavirus-Krise“ beschlossen. Dieses Programm läuft vom 1. Juni bis 31. August 2020. Beantragt werden kann eine einmalige Förderung von bis zu 3.000 €.

Hamburg:  Solo-Selbständige können zusätzlich zu den Bundesmitteln 2.500 Euro als Kompensation für Honorarausfälle beantragen. Kleinunternehmen können zusätzlich 5.000 Euro an Landesmitteln beantragen. // Spezialprogramme für Privattheater und Live-Musikclubs. Beide dienen der Gestaltung von individuellen Hilfsmaßnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Schieflage aufgrund der Corona-bedingten Schließung und bemessen sich individuell an den erwarteten Einnahmeverlusten, die zur Deckung der Kosten herangezogen werden. // Crowdfunding-Kampagnenförderung der Hamburg Kreativ Gesellschaft. Projektstarter*innen werden dabei unterstützt, sich neue Möglichkeiten der Projektfinanzierung zu erschließen und Akteure der Kreativwirtschaft erhalten neue Aufträge. Die Kosten für Dienstleistungen zur Professionalisierung der Crowdfunding-Kampagne werden als Zuschüsse übernommen.

Hessen: Kulturpaket mit einem Volumen von 50 Millionen Euro, bestehend aus drei Phasen: Soforthilfen für Kulturfestivals, Arbeitsstipendien für Künstler*innen und Unterstützung bei der Entwicklung neuer Formate zur Wiedereröffnung unter Berücksichtigung der Corona-Schutzmaßnahmen. Beantragung ist seit 01.06. möglich. // Kulturelle Vereine können, wenn sie nicht von der öffentlichen Hand getragen werden, beim Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst Anträge für Mittel bis zu einer Höhe von 10.000 Euro stellen. // Bei der WIBank können Kleinunternehmen mit maximal 50 Vollzeit-Beschäftigten den neuen Direktkredit Hessen–Mikroliquiditätbeantragen.

Mecklenburg-Vorpommern: Das Hilfspaket für Künstlerinnen und Künstler ist geschnürt und das Formular fürs Überbrückungsstipendium ist online. Die Antragsfrist auf Gewährung des Überbrückungsstipendiums für freischaffende, professionelle Künstlerinnen und Künstler in Höhe von 2.000 Euro wurde bis 31. Juli 2020 verlängert. Darüber hinaus umfasst der MV-Schutzfonds für Kunst und Kultur sowie allgemeine/politische Weiterbildung und Gedenkstätten weitere Hilfen, u.a. für institutionell geförderte Einrichtungen und Einrichtungen, die in Analogie gefördert werden, Träger mit gemeinnützigen Projekten in und außerhalb der Kulturförderung.

Niedersachsen: Corona-Sonderprogramm für gemeinnützige Kultureinrichtungen und Kulturvereine in der Fläche. Das Programm ist zunächst mit sechs Millionen Euro hinterlegt. // Notfallfonds „Hilfe Covid 19“ der Lotto-Sport-Stiftung. // Um die Folgen der Pandemie für die Kinos abzumildern, werden die über die nordmedia ausgegebenen Kinoprogrammpreise einmalig auf 150.000 Euro verdoppelt.

Nordrhein-Westfalen: Die Soforthilfe aus Mitteln des Kulturministeriums, Landesprogramm, ist eingestellt, der Fördertitel ist erschöpft. Die Soforthilfe des Wirtschaftsministeriums, Landesprogramm, ist auf Bundesmittel umgestellt. // Freischaffende Künstlerinnen und Künstler, deren Anträge bis zum 9. April eingegangen sind, aber in der ersten Förderrunde der MKW-Soforthilfe nicht mehr berücksichtigt werden konnten, haben erneut Gelegenheit, 2.000 Euro zu beantragen. Diejenigen, die bereits Gelder erhalten haben, denen aber weniger als 2.000 Euro ausgezahlt wurden, erhalten auf Antrag den Differenzbetrag. // Laufzeitverlängerung und finanzielle Aufstockung für das Gründerstipendium NRW. // Mit dem Förderprogramm »Digitale Performance« fördert das NRW KULTURsekretariat performative Projekte, die technologisch und narrativ digital ausgerichtet sind. // Die Film- und Medienstiftung Nordrhein-Westfalen hat eine Soforthilfe für die nordrhein-westfälischen Kinos gestartet, die durch Schließungen in besonderer Weise betroffen sind. Kinos, die mit dem Kinoprogrammpreis NRW 2019 ausgezeichnet wurden, erhalten nach-träglich eine Prämie von 5.000 €. // Die Landesregierung stellt weitere Fördermittel in Höhe von rund 4,4 Mio. Euro zur Verfügung, um gemeinnützige und überwiegend sich selbst finanzierende Kultureinrichtung zu unterstützen, insbesondere soziokulturelle Zentren sowie nicht-kommunale Kinder- und Jugendtheater mit qualitativ hochwertigem künstlerischem Angebot. // Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen stellt 185 Millionen Euro für die Kultur zur Bewältigung der Corona-Krise bereit. Das NRW-Stärkungspaket „Kunst und Kultur“ umfasst Stipendienprogramm für freischaffende Künstlerinnen und Künstler und Stärkungsfonds für Kultureinrichtungen.

Rheinland-Pfalz: Mit dem Programm „6 Punkte für die Kultur“ will das Land Rheinland-Pfalz die Kulturszene dabei unterstützen, kreativ mit den Auswirkungen der Pandemie umzugehen und sich dabei auch neu zu erfinden. Die 6 Punkte sind: 1. Stipendienprogramm für Künstler*innen (Zuschuss von 2.000 Euro möglich), 2. “Neustart für Kultureinrichtungen” soll die Existenz der vom Land geförderten Kultureinrichtungen sichern, 3. “Kulturvereine für eine vielfältige Kultur” zur Unterstützung von Kulturvereinen, 4.”Neue Medien in der Kultur” unterstützt Kultureinrichtungen sowie Künstler*innen in Form einer Projektförderung mit Teilfinanzierung bei Digitalisierungs- und Modernisierungsmaßnahmen mit Zuschüssen zwischen 1.000 € und 10.000 €, 5. Programmkinos erhalten eine Förderung, z. B. um auf Freiluftveranstaltungen oder Autokino-Formate umzustellen, 6. Durch einen flexiblen Umgang mit Mitteln, die unter Bedingungen vor den Schlie-ßungen vergeben wurden, will das Land eine neue, an die Corona-Pandemie angepasste Ausrichtung ermöglichen.

Saarland: Das Landesprogramm wurde aufgrund von Überzeichnung eingestellt. // Das Ministerium für Bildung und Kultur hat ein neues Stipendienprogramm für Kulturschaffende in Höhe von 2,5 Millionen Euro eingerichtet. Die Höhe des Stipendiums soll für jeden Einzelnen einmalig bis zu 3.000 Euro betragen. // Ministerpräsident Hans, Wirtschaftsministerin Rehlinger und Finanzminister Strobel haben das ZukunftspaketSaar am 09.06.2020 in einer Landespressekonferenz vorgestellt.

Sachsen: Förderprogramm „Denkzeit“ der Kulturstiftung des Landes. // Die Kampagne „So geht sächsisch“ richtet sich auch an Künstlerinnen und Künstler. Neben Künstlerhonoraren werden Technikkosten gezahlt. // Mit einem neuen Sofortprogramm unterstützt das Sächsische Kulturministerium freie Musikschulen und freie Musiklehrkräfte mit rund sechs Millionen Euro, die Anträge können ab sofort beim Sächsischen Musikrat gestellt werden. // Die Stadt Leipzig startet ein Sonderhilfsprogramm „Leipzig hilft Solo-Selbstständigen“, das Antragsteller*innen mit Sitz in Leipzig einen einmaligen Zuschuss von bis zu 2.000 Euro gewährt. // Die Stadt Chemnitz hat eine Soforthilfe für Chemnitzer Kunst-/Kulturschaffende eingerichtet. Die Fördermittel können eingesetzt werden für Marketingaktionen, Digitalangebote bzw. die Bespielung von Online-Kanälen oder für besondere künstlerische/kulturelle Projekte. Anträge können zunächst bis 30.06.2020 gestellt werden. // Zudem sind die sächsischen Kulturräume ermächtigt, Einnahmeausfälle bei den geförderten kulturellen Einrichtungen anteilig auszugleichen.

Sachsen-Anhalt: Das Soforthilfe-Programm für Künstler*innen zur Beantragung von 400 Euro ist geschlossen. // Das Programm „Kultur ans Netz“ sieht Zahlungen von 1.000 Euro pro Person über eine Dauer von bis zu drei Monaten vor. // LOTTO Sachsen-Anhalt hat einen Hilfsfonds für gemeinnützige Vereine, Träger, Verbände und Organisationen in Sachsen-Anhalt eingerichtet, die finanzielle Ausfallbelastungen durch die Corona-Pandemie haben. Anträge können per E-Mail bis 30. Juni 2020 gestellt werden. // Die Stadt Magdeburg hat ein Soforthilfe-Paket für Kunst und Kultur verabschiedet. Die Höhe der Soforthilfe beträgt für natürliche Personen einmalig 1.000 Euro und für künstlerisch arbeitende Produktionsstätten mit eigenem Spielbetrieb einmalig 3.000 Euro pro Kultureinrichtung.

Schleswig-Holstein: Mit dem Soforthilfeprogramm Kultur werden gemeinnützige juristische Personen (z. B. gGmbH, Stiftungen, Vereine) aus den Bereichen Kultur und Weiterbildung mit Sitz in Schleswig-Holstein gefördert. Durch Zuschüsse (maximal drei Monate) sollen Corona-bedingte, existenzbedrohende Liquiditätsengpässe abgepuffert werden. In Abhängigkeit von der Beschäftigtenzahl (bis 5/bis 10/bis 50) werden Zuschüsse in Höhe von bis zu 9.000 €/15.000 €/30.000 € gewährt. // Die KulturhilfeSH wird fortgesetzt. Der Landtag hat beschlossen, für freischaffende Kulturschaffende weitere bis zu 2.500 Euro zur Verfügung zu stellen. Die Anträge können seit dem 22.6. gestellt werden.

Thüringen: Zum 1. Juni 2020 ist ein neues Stipendien-Programm unter dem Titel Resilienzen“ für thüringische Künstlerinnen und Künstler auf den Weg gebracht worden. // In Thüringen werden im Rahmen eines Soforthilfeprogramms gemeinnützige Träger aus dem Bereich Kunst, Kultur, Medien sowie Soziales, Jugend, Bildung und Sport unterstützt. Das Programm ist weitgehend angelehnt an die Regelungen und Fördersummen des Landes-Soforthilfeprogramms der Thüringer Wirtschaft. // Das Soforthilfeprogramm Corona 2020 Wirtschaft gewährt Finanzhilfen in Form von nicht-rückzahlbaren Zuschüssen an Thüringer Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Soloselbständige sowie Angehörige freier Berufe. Das Programm ist weitgehend angelehnt an die Regelungen und Fördersummen des Landes-Soforthilfeprogramms der Thüringer Wirtschaft.

>> Mehr Informationen inklusive weiterführende Links finden Sie auf der Webseite des Deutschen Kulturrats.
Die Übersicht wurde auf Grundlage des Corona versus Kultur – Newsletter des Deutschen Kulturrats (Nr.12) erstellt und wird regelmäßig aktualisiert.

 


 

Informationen & Angebote von Verbänden, Gewerkschaften, Institutionen u.ä.

 

Übergreifend für alle Verbände im Kulturbereich: Deutscher Kulturrat www.kulturrat.de/corona.

A
Allianz deutscher Designer: Hilfe für Selbständige während der Corona-Pandemie
B
Berufsverband Kinematografie: Weitere Informationen bzgl. der Corona-Krise im Bereich der Filmproduktion
Bundesverband Deutsche Start-ups e. V.: Collected Best Practices” in Bezug auf Corona
C
Clubcommission Berlin e.V.: Club- und Veranstalter*innenberatung
D
Deutscher Gewerkschaftsbund: Arbeitsrecht, Home Office, Kurzarbeitergeld – Was Beschäftigte wissen müssen
Deutscher Journalisten-Verband: Journalist*innen und Corona
Deutscher Kulturrat: Zeitung Politik & Kultur 4/2020 mit dem Schwerpunkt Corona-Pandemie
Deutscher Kulturrat: Pressemitteilungen, nützliche Infosammlung, Sondernewsletter u.a.
Deutscher Industrie- und Handelskammertag: DIHK drängt auf Nothilfefonds für Kleinstunternehmen und Selbstständige
Deutsche Orchester Vereinigung: Hinweise und Empfehlungen für Selbstständige und Freischaffende in der Musikszene
E
F
Film und Medien Stiftung NRW: Bundes- und Länderförderer starten Hilfsprogramm für die Film- und Medienbranche
Fonds Darstellende Künste: Anpassung der Förderung
G
GEMA: Corona-Pandemie: Hilfe für Mitglieder und Kunden

GFK Spitzenverband: Voraussetzungen Stundung Beitragszahlung Sozialversicherung und gesetzliche Krankenkasse
H
Höme: Updates, Absagen und Hilfestellungen für Festivals
I
Initiative Musik: Hilfsprogramm für Musiker*innen
J
K
KREATIVE DEUTSCHLAND & PCI: Gemeinsame Pressemitteilung zu den Auswirkungen von COVID-19 auf die KKW
L
M
Medienboard Berlin Brandenburg: Unterstützungsangebote von Bund und Ländern für Fördernehmer*innen und Branche

N–R
S
Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland: Unterstützungsangebote für Social Entrepreneurs in Zeiten von Covid-19
SOMM – Society Of Music Merchants e. V.: Nützliche Hinweise und Handlungsempfehlungen
T
Touring Artists: Linkliste zu Informationen zur aktuellen Lage
U
V
ver.di: FAQ für Solo-Selbstständige
Verband der Gründer und Selbständigen (VGSD): Informationen für Entschädigungen für Gründer und Selbstständige bei Quarantäne
Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS in ver.di): Maßnahmen zur Unterstützung von Kulturschaffenden
Verband unabhängiger Musikunternehmen e.V. (VUT): Informationen für Musikunternehmer*innen
W–Z