Creative Lab COVID-19

 

Was ist das Creative Lab COVID-19 ?

 

Die Corona-Pandemie verändert unseren Alltag, unsere Arbeitswelt und das soziale und kulturelle Leben gegenwärtig und in Zukunft. Jetzt brauchen wir mehr denn je kreative Lösungen, um den negativen Auswirkungen der Coronakrise für Wirtschaft und Gesellschaft entgegenzuwirken. Doch für die Realisierung vieler Ideen fehlen Zeit, Geld und auch ein Ort, um sich auszutauschen. Außerdem fehlt eine Plattform, um sich mit mit den langfristigen Folgen der Gesellschafts- und Wirtschaftstransformation durch COVID-19 auseinander zu setzten.

Mit dem Creative Lab COVID-19 schaffen wir diesen Ort: Hier wollen wir gemeinsam mit starken Partner*innen experimentieren, diskutieren und antizipieren wie Lösungen während aber besonders auch in der Zeit nach der Krise aussehen können. Das umfassende Ziel dabei ist es gestärkt aus der Krise zu kommen, und schon jetzt konkrete Handlungsfelder für die Wirtschaft und Gesellschaft von morgen zu identifizieren. Dazu werden die langfristigen Potenziale dieser gesamtgesellschaftlichen Transformation aufgedeckt und im Rahmen von sechs experimentellen Projekten, sogenannten Risky Projects, erforscht.

Transformation jetzt – um aktiv die Post-Corona-Welt zu gestalten.

 

 

#Ein Netzwerk starker Partner*innen, das die Potenziale interdisziplinären Arbeitens bündelt, um Wirtschaft und Gesellschaft proaktiv und nachhaltig zu verändern.

#Eine Plattform für Gedankenaustausch, Diskurs und Lösungsansätze, an der Wissen und Expertise aus allen Wirtschafts- und Gesellschaftsbereichen zusammenkommen.

#Ein Inkubator, der Projekte, Akteur*innen und Unternehmer*innen disziplinübergreifend matcht und in ihrer Umsetzung fördert.

#Ein Ort, der Experimentierräume schafft, um an einer wünschenswerten Zukunft mit und nach COVID-19 zu arbeiten.

Wie werden wir zukünftig miteinander arbeiten? Welche Geschäftsmodelle werden sich grundlegend verändern und wie?
Und was bedeutet die Krise für kreatives Unternehmertum und wie kann dies gestärkt werden?

Über das Creative Lab COVID-19

 

 

 

 

Was passiert im Creative Lab COVID-19?

 

Diskurs
im Netzwerk

 

Wie transformiert sich Wirtschaft und Gesellschaft? Welche Fähigkeiten und Geschäftsmodelle werden zukünftig relevant sein? Und wie entstehen Innovationen in der Krise? Diese Fragen stehen im Fokus des Creative Labs COVID-19.

Um Antworten zu finden, hat das bereichsübergreifende Partner-Netzwerk des Labs Handlungsbedarfe und Herausforderungen für Wirtschaft und Gesellschaft identifiziert. Durch Workshops und fachbereichsbezogene Arbeits-Sessions wurden folgende Themenschwerpunkte gesetzt: Neue Arbeitswelten, Gesundheit, Lernen und Medien und Kultur.

 

Entwerfen
Zukunftsszenarien

 

Wie könnte eine wünschenswerte Welt nach der Covid-19-Pandemie aussehen? Wie können wir aus der Gegenwart heraus Lösungen für die Probleme von morgen finden? Bei zwei Workshops des Creative Labs wurden mit Methoden der Zukunftsforschung Visionen für eine Welt nach der Krise entwickelt.

Workshop 1: Wie die Kreativwirtschaft eine Post-Corona-Welt entwirft. mehr erfahren.

Workshop 2: How-To-Future: Mit Szenariotechnik Zukünfte entwerfen. mehr erfahren.

 

 

Entwicklung
Innovationen

 

Vom 13.-16.08. fand das Innovation Camp Sprungkraft statt, bei dem 300 Expert*innen an Ideen, neuen Services und Geschäftsmodellen für die Bereiche Arbeit, Gesundheit, Kultur, Medien und Lernen gearbeitet haben. Das für alle Interessierten offene Innovation Camp war Startpunkt für die Auswahl von sechs Risky Projects (die Förderung ergbnisoffener Innovationsvorhaben) des Creative Labs COVID-19, für das sich alle Teilnehmenden von Sprungkraft bewerben konnten. Die als Risky Projects ausgewählten Projektideen erhalten finanzielle und auch prozessbegleitende Unterstützung, um die entwickelten Lösungen in tatsächliche Geschäftsmodelle und in eine Langfristigkeit zu überführen.

>> Ausführliche Dokumentation: Ergebnisse, Methoden und Programm Sprungkraft 2020

 

 

Die Risky Projects des Creative Labs

Das Innovation Camp Sprungkraft war gleichzeitig auch Startpunkt für die Umsetzung von Risky Projects (experimentelle Innovationsvorhaben) innerhalb des Creative Labs COVID-19. Sechs Teams aus der Teilnehmer*innenschaft von Sprungkraft wurden ausgewählt, um von Ende September bis Ende November 2020 bei der Weiterentwicklung ihrer Ideen unterstützt zu werden. Ziel der Innovationsvorhaben ist es, die brachen- und bereichsübergreifenden Teams zu befähigen, außergewöhnliche experimentelle Lösungsansätze zu erproben, um neue Erkenntnisse für Wirtschaft und Gesellschaft generieren.

 

 

PULS – Pop Up Living Spaces
Zwischennutzung corona-bedingter Leerstand

Eine Plattform, auf der Raumsuchende, Raumanbietende sowie Projektanbieter zusammengebracht werden. Organisationen, Vermieter und Kommunen stehen vor der Herausforderung, wie sie mit den leeren (Büro-)Räumen umgehen, die in geringerem Umfang benötigt werden. PULS matcht und kuratiert offene Flächen und bringt somit Leben zurück auf leere Flächen.

GastIdent
Digitale Gastdatenerfassung per QR-Code

GastIdent ist ein Tool, das QR-Codes anstelle von händisch geschriebenen Notizzetteln zur Kontaktnachverfolgung nutzt. So soll die Zahl von Falschangaben und Übermittlungsfehler bei Kontaktangaben minimiert werden. Die Daten werden verschlüsselt und können im Rahmen von Hygienekonzepten sicher an das jeweilige Gesundheitsamt übermittelt werden. GastIdent möchte sein Geschäftsmodell auf die Eventbranche ausweiten.

JournCoin
Digitalwährung für den Lokaljournalismus

Gegenentwurf zu Fake News: Was wäre, wenn wir für Journalismus mit Engagement bezahlen könnten? Technisch betrachtet ist JournCoin eine Digitalwährung, die auf einer offenen, dezentralen Blockchain basiert. Über die JournCoin Plattform können Lokaljournalist*innen ihre Artikel publizieren und News- Circles unter Beteiligung der Community und des eingebrachten Contents honorieren. Content wird dadurch „belohnt“, dass er mit jedem Click auf seine Nachricht ein digitales Guthaben erhält.

LearnTwin
Digitale Sichtbarmachung und Tracken von Lernerfolgen

Neue Lösungen für digitale Lernangebote sind durch Corona wieder in den Fokus gerückt. Die App LearnTwin ermöglicht es, erlangtes Wissen zu reflektieren, gebündelt zu speichern, zu organisieren und so in den Alltag zu transferieren. Durch die stetige Dokumentation wird einerseits lebenslanges Lernen sichtbar gemacht und andererseits die Motivation der Nutzer*innen hochgehalten. LearnTwin löst damit auch diverse Notiz-Tools ab und schafft einen Sammelort für neues Wissen.

MFG
Neue Sprache für die Verwaltung

Unverständliche Sprache, wenig Dankbarkeit und ständige Angst vor Fehlern? – Viele Bürger haben Schwierigkeiten bei der reibungslosen Kommunikation mit Verwaltungen. Doch gerade in Krisenzeiten sind Behörden wie das Gersundheits- oder Arbeitsamt und ein offener Bürger*innen-Dialog unverzichtbar. Das Team MFG möchte die Herausforderung angehen und die Sprache der Verwaltung von innen heraus verändern.

 

Tribes
Digitale Selbsthilfeangebote

Die App Tribes bringt Menschen zusammen, die vor ähnlich schwierigen gesundheitlichen Situationen (z.B. Erkrankung an einer Depression) stehen. In Zeiten von fehlender physischer Nähe, liefert sie eine kontaktfreie Lösung. Sie vernetzt Personen in sogenannten „Tribes“ (Stämmen) und ermöglicht ihnen einen Austausch, der im eigenen Umfeld nicht möglich ist. Die App bietet neben der Community auch das Angebot, mit Expert*innen in Kontakt zu treten und stellt ausführliches Informationsmaterial bereit.

 

 

 

Titelbild: Joel Filipe (Unsplash)