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FLORA FAUNA FUTURE – Materialien aus der Natur

29. Oktober

  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

Details

  • Datum:
    29. Oktober

Inspirationsworkshop in Kooperation mit dem Museum für Naturkunde.

FLORA FAUNA FUTURE – Inspirationen aus der Natur

>> zur Anmeldung

Sie arbeiten im Bereich Sound, Architektur/Bau, Fashion/Fabrics oder Food/Food Packaging und interessieren sich für innovative Materialien aus der Natur?

Dann haben Sie jetzt die seltene Gelegenheit, mit namenhaften Kreativschaffenden verschiedenster Disziplinen und hochkarätigen Wissenschaftler*innen aus dem Museum für Naturkunde Berlin einen Tag lang an einer der vier verschiedenen Werkstattstationen zu den Themenfeldern Sound, Food, Fashion und Architektur Materialien der Zukunft zu entwickeln.

An den vier verschiedenen Workshop-Stationen wird mit realen Materialien experimentiert. Impulse der Wissenschaftler*innen geben dabei Inspirationen zu möglichen Anwendungsszenarien und ungeahnten Weiterentwicklungen. Alle Teilnehmenden sind eingeladen, eigene Arbeitsfelder und Materialinteressen mitzubringen.

Programm 29. Oktober 2019 

09:30 Einlass und Registrierung, Haupteingang Lobby Museum für Naturkunde Berlin
09:45 Begrüßung im Experimentierfeld
10:00 Impulssession Thema 1 und 2
10:30 1. Arbeitsblock an den Werkstattstationen
12:30 Mittagspause im Museum
13:30 Sammlungsführungen
14:15 Rückkehr ins Experimentierfeld
14:30 Impulssession Thema 3 und 4
15:00 2. Arbeitsblock an den Werkstattstationen
16:30 Präsentation der Arbeitsergebnisse
17:15 Ausklang und freies Netzwerken
17:45 Ende der Veranstaltung

Impulstalks werden von folgenden Wissenschaftler*innen des Naturkundemuseums gegeben:
Silke Voigt-Heucke: Sound der Nachtigallen
Jana Hoffmann: Architektur der Brachiopoden
Mareike Petersen: Froschfarming für Food
Jason Dunlop: Spinnenseide für Fashion und Fabrics

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ÜBERSICHT DER VIER WORKSHOP-STATIONEN: 

STATION SOUND: 

Gemeinsam mit Felipe Luna Sanchez von KlingKlangKlong suchen Sie Antworten auf Fragen wie: Wie beeinflusst unser Leben die urbanen Klanglandschaften? Wie hat sich der Klang um uns herum im Laufe der Jahre verändert? Wie viel Einfluss haben Städte auf die uns umgebende Natur? Ausgehend von dem Gesang der Nachtigall werden im Workshop Klangkompositionen kreiert, die gleichermaßen auf Vogelgesängen und urbanen Landschaften basieren. Im Impulstalk von Silke Voigt-Heucke erfahren Sie mehr über die wissenschaftlichen Hintergründe des speziellen Sounds der Nachtigallen.

Über Felipe Sanchez Luna: Felipe ist der Gründer von KlingKlangKlong, einem Innovationsstudio für Sound, Musik und Interaktion. Neben seiner Arbeit als Sounddesigner, Toningenieur und Programmierer leitete und entwickelte Felipe in den vergangenen Jahren akustische Erfahrungen für Großprojekte weltweit: vom Deutschen Pavillon auf der Shanghai EXPO bis zum Hyundai Museum in Seoul, sowie dem preisgekrönten Audio Sound Studio. Zudem betreibt er wissenschaftliche Forschung in den Bereichen Klang und Produktakustik und untersuchte zuletzt unterschiedliche Klanglandschaften, wobei er sich insbesondere kritischen Fragestellungen zu den ethischen Dimensionen von Klang in zukünftigen Räumen zuwendete.

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STATION: FOOD

Mit Jannis Kempkens als Gründer von Plasticula erhalten Sie Einblicke, welche Rolle Insekten zukünftig bei der Gewinnung alternativer Materialien zukommt. Durch direktes Ausprobieren von möglichen Zukunfts- und Anwendungsszenarien wird auch Insekten wie Mehlwürmern der Schrecken genommen und Möglichkeitsräume eröffnet, wie Insekten als Material- und Energielieferanten zukünftig agieren könnten. Den Hintergrund bildet die Transformation eines an sich schädlichen Kunststoffs, der in neue nachhaltige Kreisläufe überführt und gleichzeitig aufgelöst wird.

Über Jannis Kempkens: Jannis Kempkens studierte an der weißensee kunsthochschule berlin und forschte im Rahmen von Plasticula mit Mehlwürmern, wofür er einige tausend von ihnen bei sich einziehen ließ. Das Projekt Plasticula  ist im Rahmen des Forschungsschwerpunktes greenlab an der weißensee kunsthochschule berlin entstanden und macht die vielfältige Nutzbarkeit der Wunderwürmer sichtbar, die ein Lösungsansatz gleich zweier globaler Probleme unserer Zeit sein könnten: die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung und ihr Ertrinken im Plastikmüll.

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STATION: FASHION/FABRICS

Nach einer theoretischen Einführung zu bakterielle Zellulose (BC) erfahren Sie, wie man diese züchtet und wie man sie bearbeitet, ohne sie dabei am Wachstum zu hindern. Frische und getrocknete Proben von BC können verwendet werden, um die verschiedenen Zustände des Materials zu erfahren. Schließlich werden die praktischen Erfahrungen aus dem Workshop in einen produktiven Kontext gestellt und ein offener Dialog konzentriert sich auf die Suche nach einer ganzheitlichen Anwendung, bei der die unterschiedlichen Eigenschaften der verschiedenen Materialstufen angewendet werden.

Über Lena Ganswindt
Lena ist Textil- und Materialdesignerin und arbeitet derzeit im Bereich Corporate Innovation. In ihrem MA Studium im Fachgebiet Textil- und Flächendesign an der weißensee kunsthochschule berlin hat sie intensiv mit Bakterieller Zellulose gearbeitet, einem Material synthetisiert aus lebendigen Organismen. Sie fokussiert sich dabei auf die Beziehung zwischen Mensch und Material und beschäftigt sich mit der Frage, wie wir Materialien wahrnehmen und mit ihnen kollaborieren.

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STATION: ARCHITEKTUR
Wir haben gelernt, Organismen als organisierte Informationen wahrzunehmen. Im Workshop wird die direkte Zusammenarbeit und „Kommunikation“ mit mikrobiellen Pilzsystemen erprobt, wobei zunächst ein Kennenlernen von Werkzeugen und Techniken im Zusammenhang mit der Arbeit an mikrobiellen Wirkstoffen im Vordergrund steht. Ferner soll der Erfolg im Anbau geeigneter biofabrizierter, mycelbasierter Prototypen evaluiert werden. Praxis und Experimente in Kombination mit Theorie und kollektiven Diskussionen ermöglichen es den Teilnehmenden, biologische Praktiken mit kreativen Ansätzen im praktischen Tun zu verbinden.

Über Maurizio Montalti
Maurizio war einer der ersten, die sich dem Studium und der Entwicklung einer breiten Palette von mycelbasierte Technologien zur Herstellung neuartiger natürlicher Biomaterialien und damit möglich werdender Produkte widmete. An der Schnittstelle von Design und Biotechnologie eröffnet er als Gründer von Officina Corpuscoli neue Perspektiven auf die Anwendungsfelder mikrobieller Wirkstoffen. Als Mitbegründer von MOGU widmet er sich zudem der Gestaltung, Standardisierung und Kommerzialisierung verschiedener Hochleistungs-Biomaterialien, basierend auf Mycel-Technologie. Maurizios Werk wurde mehrfach ausgezeichnet und ausgestellt u.a. im MoMA – New York, Centre Pompidou – Paris, Design Museum – London, Triennale – Mailand, MAXXI – Roma, MAK – Wien.

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Plätze sind begrenzt und begehrt! 

Am 2.12.2019 gibt es die Möglichkeit, die Arbeitsergebnisse des FLORA FAUNA FUTURE Workshops auf der Abschlussveranstaltung des Projektes Mediasphere For Nature am Museum den geladenen Gästen zu präsentieren.

Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem greenlab der weißensee kunsthochschule berlin durchgeführt.

 

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FLORA FAUNA FUTURE ist ein Kooperationsprojekt des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes im Rahmen des Fiction Forums der Kultur- und Kreativwirtschaft und der Mediasphere for Nature am Museum für Naturkunde Berlin.

FLORA FAUNA FUTURE ist ein Kooperationsprojekt des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes im Rahmen des Fiction Forums der Kultur- und Kreativwirtschaft und der Mediasphere for Nature am Museum für Naturkunde Berlin.