Zukunft entsteht in der Praxis

Neun Monate Projektlaufzeit, zehn Wochen Kreativlabor in Zeitz und sechs ganz unterschiedliche Ideenansätze zur Gestaltung des Strukturwandels – was bleibt? Welche Effekte entfaltet Kultur- und Kreativwirtschaft im Transformationsgeschehen des Strukturwandels in Gegenwart und in Zukunft?

Mit dem Creative Lab Kohle Ideen wurden erste Steine ins Rollen gebracht. Verortet im mitteldeutschen Revier in der Stadt Zeitz konnten theoretische Diskussionen über die Gestaltung des Strukturwandels in die Praxis geholt werden: vor Ort, nah an den Bürger*innen, im Austausch mit regionalen Institutionen. Mit dem Creative Lab entstand eine reale Innovationsschmiede, ein Experimentierraum, um mit der Kultur- und Kreativwirtschaft die Zukunft zu gestalten. „Neues entsteht nicht in der Theorie entsteht nicht in Elfenbeintürmen, sondern in den Laboren, den Büros, in den Ateliers, den Studios, Werkstätten, auf Bühnen, den Hinterhöfen, auf der Straße, kurz: in der Praxis“, weiß Julia Köhn, Projektleiterin des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes.

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Text: kreativ_admin_bund

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Anstehende Veranstaltungen

  1. Sommerpavillon der Kultur- und Kreativwirtschaft

    17. Juni - 30. September
  2. Wissenschaftscamp: Universität der Zukunft

    17. Juni - 18. Juni
  3. Musikalischer Sommerempfang der Musikwirtschaft zur Fête de la Musique

    21. Juni, 14:00 - 18:00
  4. Finale des Creative Lab #7 Kreislaufwirtschaft

    11. Juli, 17:00 - 21:30

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Wie trägt Kultur- und Kreativwirtschaft zu mehr Kreislaufwirtschaft bei?

Prinzipien aus der Natur abzuschauen hat schon viele Erfindungen hervorgebracht. Insbesondere Kreislaufsysteme der Natur sind Vorbilder für ein nachhaltigeres Leben. Die Umgestaltung unserer Wirtschaft zu einem kreislaufwirtschaftlichen System stellt jedoch eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung dar, die nur branchenübergreifend und ganzheitlich gelöst werden kann. Im Unterschied zum deutschen Begriff „Kreislaufwirtschaft“, der sich auf den Umgang mit Abfall fokussiert, ist der englische Begriff „Circular Economy“ (also „zirkuläres Wirtschaften“) bereits viel weiter gefasst und betrachtet das gesamte Produktsystem. Hier geht es um durchdachte Kreisläufe von Anfang an, die bereits beim Design von Produkten beginnt.

Innovative Ideen und praktische Ansätze für zirkuläres Wirtschaften finden sich schon seit Jahren in der Kultur- und Kreativwirtschaft, zum Beispiel in der Architektur, im Produkt- und Materialdesign, der Film- und Veranstaltungsindustrie sowie dem Modemarkt. Viele Beispiele werden Sie in diesem Magazinschwerpunkt kennenlernen können

In unserer Kurzreportage zur Kreislaufwirtschaft haben wir diesmal mit Architekt*innen Sandra Düsterhus (Point.Architektur) und Martin Haas (haascookzemmrich) über die Ansätze bei ihren Projekten in der Außen- und Innenarchitektur gesprochen und was der Fokus auf Kreislaufwirtschaft auch für die Gestaltung bedeutet.