Das Foto zeigt eine Collage. Weiße runde Papierkreise sind an roten schnüren aufgehängt. In den Kreisen stehen verschiedene Texte und Symbole. Beispielsweise ist in den Kreisen ein Fragezeichen zu sehen. Oder der Satz: "Was hat mein Fußballverein mit der Klimakrise zu tun?"

Vier Stärken der Kultur- und Kreativwirtschaft für eine sozial-ökologische Transformation

Um die komplexen Herausforderungen der aktuellen Zeit zu verstehen und einen lösungsorientierten Umgang mit ihren Folgen für Gesellschaft und Umwelt zu entwickeln, sind bestimmte Stärken und Fähigkeiten von besonderem Interesse. Vier der Stärken, die die Kultur- und Kreativwirtschaft zur Bewältigung dieser Mammutaufgaben mitbringt, stellen wir Ihnen im Folgenden vor. Um zu verstehen, welche Bedeutung ihnen bei der Entwicklung von Innovationen konkret zuteil wird, zeigen wir Ihnen anhand einiger Projekte („Risky Projects“) aus dem Creative Lab Zukunft Klima, wie diese Stärken eingeflossen sind.

1. Stärke: Mehrdimensionale Problembetrachtung und Lösungsgestaltung

Mit ihrer Innovationskraft setzt die Kultur- und Kreativwirtschaft immer wieder an unterschiedlichen Bereichen an, um relevante Lösungen für wirtschaftliche und gesellschaftliche Fragestellungen zu finden. Die Akteur*innen sind es gewohnt:

  • in die Mechanismen verschiedener Wirtschaftsbranchen einzutauchen und diese zu reflektieren
  • komplexe Zusammenhänge zu erfassen
  • mit Expert*innen aus unterschiedlichen Branchen zusammenzuarbeiten.
Portrait zeigt Rashid Owoyele

„The problems that we face in the realm of social innovation require contextually appropriate solutions which address society’s most difficult wicked problems. In order to leverage any solution for such problems, creativity is fundamental to finding beneficial designs. Creative industries and social dilemmas both require higher faculty function and are not resolved by implementation of industrial approaches which ignore the subtleties and needs of the human organism.“ 

Rashid Owoyele, Expert*in für transdisziplinäres Design und gesellschaftliche Innovation und Mentoring im Creative Lab des Kompetenzzentrums

Diese Skills tragen dazu bei, dass sie Projekte entwickeln können, deren Wirkungen ganzheitlich gedacht sind und nachhaltig Wandel kreieren. Kurzum: Je mehr Perspektiven und Expertisen zusammenkommen, desto resilienter können Lösungsansätze formuliert werden.

So wie beispielsweise im Projekt „ClimateConnections“ des Creative Labs Zukunft Klima. Hier wurde nicht nur gestalterische Expertise einer ansprechenden und zielgerichteten User-Führung genutzt, Klimaexpert*innen stellten außerdem ihr Wissen über mögliche Handlungsoptionen von Individuen zur Verfügung und Psycholog*innen teilten ihre Expertise darüber, wie Personen dazu motiviert werden können, selbst aktiv zu werden. Durch die Zusammenführung von Wissen und Perspektiven aus unterschiedlichen Branchen konnte ein nutzer*innenzentriertes Produkt geschaffen werden, das Wandel anstößt. Die Komplexität einer sozial-ökologischen Transformation verlangt nach der mehrdimensionalen und fachlich kompetenten Beleuchtung von Problematiken und der Zusammenführung dieser Aspekte zu einer Lösung – so wie es in der Kultur- und Kreativwirtschaft praktiziert wird.

Auf dem Bild ist eine junge Frau mir kurzen Haaren zu erkennen, die etwas erklärt. Sie trägt ein dunkles Kleid und steht auf einer Tribüne. Neben ihr sind zwei Staffeleien mit Informationstafeln aufgestellt.

Risky Project

ClimateConnections

Wie können Informationen Menschen zum Handeln bewegen?

Was hat die Klimakrise mit dem eigenen Alltag zu tun? Wo liegen konkrete strukturelle Hebel in Interessens- und Tätigkeitsfeldern, die dabei helfen können, eine weitreichendere Notlage abzuwenden? Und wer hilft interessierten Individuen dabei, diese in Bewegung zu setzen? All diese Fragen soll zukünftig ClimateConnections beantworten. Ein Online-Tool, das das bestehende Online-Klimainformationsangebote erweitert. Durch individualisierten Content möchte die Anwendung die Informationsflut zur Klimakrise reduzieren, von der sich handlungswillige Menschen oft erschlagen fühlen. Gut recherchierte, verständliche Klimainformationen und UX-Design leiten die Nutzer*innen zu Handlungstipps. Die Zielgruppe reicht von interessierten Privatpersonen bis hin zu Multiplikator*innen wie Journalist*innen, Influencer*innen, Medienmacher*innen und Entscheidungsträger*innen. Zur Website.

Team: Alessa Fetzer, Julia Diehl, Sara Schurmann

 

Auf dem Bild ist eine junge Frau mir kurzen Haaren zu erkennen, die etwas erklärt. Sie trägt ein dunkles Kleid und steht auf einer Tribüne. Neben ihr sind zwei Staffeleien mit Informationstafeln aufgestellt.

2. Stärke: Narrativ-Entwicklung

Akteur*innen der Kultur- und Kreativwirtschaft sind erprobt in der Analyse bestehender Narrative und im Hinterfragen konventioneller Strukturen. Indem ein neues Framing geschaffen wird, können innovative Lösungen gefunden werden, die bis dahin noch nicht existieren. Das Bewusstsein für unterschiedliche Blickwinkel und das Entwickeln neuer Perspektiven auf einen Sachverhalt schafft neue Räume für Transformation.

Portrait zeigt Susan Barth

„Eines der zentralen Hauptmerkmale kreativer Herangehensweisen an gesellschaftliche und wirtschaftspolitische Herausforderung ist die Ablösung aus gegebenen und bekannten (Bedeutungs-)Kontexten. ‚Was wäre wenn’ ist eine gängige Methode, um die Grenzen des Möglichen im kreativen Prozess aufzuheben und ungeahnte Visionen zu entwickeln. Daraus lassen sich Ideen für das Hier und Jetzt ableiten, die echte Innovation erst möglich machen oder bereits vorhandene Innovationsansätze zu einem ganzheitlichen Transformationsprozess wandeln.“

Susan Barth, Organisationspsychologin & Aktivistin Hochschule Heilbronn STARTKLAR Gründungszentrum und Mentorin im Creative Lab

Das Risky Project „Changing the Narrative“ setzt diese Methode bewusst ein, indem es den Fokus auf Klimaaktivismus im globalen Süden lenkt. Es stellt einige, bisher wenig sichtbare Aktivist*innen und ihre Handlungsstrategien in Bezug auf die Klimakrise vor. Dies verhilft den Besucher*innen der Pop-up Ausstellung aus einer eurozentristischen Perspektive auszubrechen und die Klimakrise als globales Problem zu verstehen. Außerdem verdeutlicht das Projekt die Potenziale eines globalen Kräftebündelns auf Augenhöhe im Kampf gegen die Auswirkungen der Klimakrise. Die Entwicklung neuer Narrative und Framings für Herausforderungen ist ein elementarer Bestandteil von Transformation.

Auf dem Bild zu sehen ist ein junger Mann mit bunten Pullover und langen lockigen dunklen Haaren zu einem Zopf gebunden. Der Mann schaut nach unten und trägt Kopfhörer. Im Hintergrund sind Plakate zu sehen.

Risky Project

Changing the Narrative

Perspektiven aus dem globalen Süden eine Plattform bieten

 Wie lässt sich Klimagerechtigkeit kommunikativ umsetzen? Das Risky Projekt Changing the Narrative sieht einen Teil der Lösung darin, das Bewusstsein für Krisen zu erhöhen, die außerhalb Europas längst Realität sind oder in der Vergangenheit gewütet haben. In der Vergangenheit gab es zahlreiche Personen, die sich lange vor der Fridays for Future Bewegungen für Klimaschutz eingesetzt haben. Doch die koloniale Vergangenheit trägt weiter dazu bei, dass diese Geschichten ungehört bleiben. Durch eine öffentliche Pop-up-Ausstellung möchte das sechsköpfige Projektteam internationalen Stimmen im Kampf gegen die Klimakrise eine Plattform bieten. So soll deutlich gemacht werden, dass Klimakrisen immer intersektional und global betrachtet werden müssen. Um zu einen breiten gesellschaftlichen Diskurs beizutragen, wird die Ausstellung möglichst barrierearm und mehrsprachig umgesetzt. Eine multimediale Dokumentation zielt darauf ab, Impulse zu klimagerechter Sprache weiterzugeben.

Team: Aida Vafayouye Dianati, Prudence, Shayli Khozaini, Dodo, Yaw Pajonk, Dibia Tejiri Udushesheri

 

Auf dem Bild zu sehen ist ein junger Mann mit bunten Pullover und langen lockigen dunklen Haaren zu einem Zopf gebunden. Der Mann schaut nach unten und trägt Kopfhörer. Im Hintergrund sind Plakate zu sehen.

3. Stärke: Handlungsaktivierende Informationsvermittlung

Die sozial-ökologische Transformation kann nur geschehen, wenn Menschen die notwendigen Informationen dazu haben, welche Auswirkungen eine Weiterführung des Status quo mit sich bringt und welche Handlungsoptionen ihnen zur Verfügung stehen. Die Kultur- und Kreativwirtschaft besitzt verschiedene Methoden und Formate, um unterschiedliche Personengruppen zielgerichtet anzusprechen und ihnen relevante Sachverhalte erlebbar und verständlich zu vermitteln.

Portrait zeigt Wenzel Mehnert

„Die kreative Herangehensweise zeichnet sich vor allem durch Übersetzungsarbeit aus. Wie transformiere ich abstrakte Zahlen oder Forecast-Modelle in konkrete, lebensnahe Veränderungen? Es braucht kreative Lösungen, um Kommunikation so zu gestalten, dass sie Menschen niedrigschwellig in ihren Erfahrungsräumen abholt und diesen im besten Fall sogar noch erweitert.“

Wenzel Mehnert, Zukunftsforscher beim Austrian Institute of Technology & der Technischen Universität Berlin und Mentor im Creative Lab

Im Risky Project „Sprich mit Mutter Erde“ entwickelte das Team ein interaktives und niedrigschwelliges Format, das Personen im öffentlichen Raum die Natur neu erfahren lässt und sie kognitiv und emotional aktiviert. Denn durch den persönlichen Bezug zur „Mutter Erde“ können sie den Umgang mit ihr neu reflektieren. Auch „Heat Resilient Cities Conference“ holt Menschen in einem bekannten Setting – einer Konferenz – ab und nutzt dann Elemente des Storytellings und der Performance, um sie in eine zukünftige Realität hineinzuversetzen. Erst dadurch wird es den Teilnehmenden möglich, konkret über notwendige Handlungsstrategien nachzudenken.

Auf dem Foto sieht man eine Frau in einem beigen Overall. Die Frau steht in einem Raum, der wie eine Bahnhofsempfabgshalle aussieht. Sie hat ein Schnurtelefon in der Hand, das an der Wand befestigt ist. Die Frau hat den Hörer an ihrem Ohr und telefoniert.

Risky Project

Sprich mit Mutter Erde

Eine KI, die Naturentfremdung entgegenwirkt

Viele Menschen haben sich in ihrem Denken und Handeln von der Natur entfremdet. Die Klimakrise ist eine Folge dieser Entfremdung. Mit einem unkonventionellen Ansatz möchte die Installation Sprich mit Mutter Erde dazu beitragen, die Beziehung zwischen Mensch und Natur wieder herzustellen: Innerhalb eines dunklen hölzernen Kastens, ähnlich einer Telefonzelle, soll es Passant*innen und Besucher*innen möglich sein, ins direkte Gespräch mit unserem Planeten zu gehen, um so Natur als etwas Persönliches und Interaktives wahrzunehmen. Hinter der Stimme aus der Dunkelheit steckt die hochleistungsfähige KI „GPT-3“. Trainiert über Deep Learning und ausgestattet mit freizugänglichem Wissen zum Thema Klimakrise, geht die KI mittels Sprachsynthese auf die Fragen ihrer Gesprächspartner*innen ein. Das Projekt soll eindrücklich zeigen, wie modernste Techniken großer Digitalanbieter*innen im Kontext der Klimakrise eingesetzt werden können. Mehr erfahren.

Team: Falko Saalfeld, Hagen Plum

 

Auf dem Foto sieht man eine Frau in einem beigen Overall. Die Frau steht in einem Raum, der wie eine Bahnhofsempfabgshalle aussieht. Sie hat ein Schnurtelefon in der Hand, das an der Wand befestigt ist. Die Frau hat den Hörer an ihrem Ohr und telefoniert.

4. Stärke: Out-of-the-Box-Denken

Mit ihrem Tool-Kit für Innovation, mit ihren Methoden und Werkzeugen zur Entwicklung neuer Ideen sind Akteur*innen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft darin erprobt, Veränderung zu gestalten. Ihr Denken ist Flexibilität gewohnt, sie betrachten Probleme explorativ-spontan und untermauern Ideen mit Expertise aus unterschiedlichen Bereichen – eine Herangehensweise, die relevante Innovationen hervorbringt. Das Out-of-the-Box-Denken ist es, was kreative Herangehensweise unersetzlich für Transformationsprozesse macht.

In dem Projekt „Heat Resilient Cities Conference“ nutzt das Team ein Zukunftsszenario, durch das Gedanken und Ideen zur Hitzekrise überhaupt erst zur Sprache kommen können. „ClimateConnections“ gibt über einen neuartigen Mechanismus persönliche Handlungsempfehlungen zur Klimakrise. „Sprich mit Mutter Erde“ personifiziert Mutter Erde zur emotionalen Vermittlung von Sachverhalten und „Changing the Narrative“ löst Denkschubladen auf, die das Klima-Aktivismus-Narrativ in Deutschland seit Jahren prägen.

Die Risky Projects des Creative Labs Zukunft Klima zeigen einmal mehr, dass die besondere Stärke der Herangehensweise von Kultur- und Kreativwirtschaft insbesondere im Umfeld von gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Transformationen zur Wirkung kommt. Genau hier sind mehrdimensionale Problembetrachtung, die Entwicklung neuer Narrative, handlungsaktivierende Informationsvermittlung und ein Out-of-the-Box-Denken relevant. Solche Skills sind in diesem Zusammenhang nicht nur notwendig – nein, sie können im Kontext von Transformation sogar am besten gedeihen und den größten Impact generieren.

Auf dem Foto sind drei junge Personen zu sehen. Sie sitzen beziehungsweise stehen auf einer grünen Treppe. In der Mitte des Bildes ist eine junge Frau im roten Overall. Sie schaut nach vorne und erklärt etwas.

Risky Project

Heat Resilient Cities Conference

Mit immersiven Zukunftsreisen die Überhitzung unserer Städte abwenden

Zunehmende Hitzewellen lassen unsere Städte schwitzen. Um insbesondere Entscheidungsträger*innen für das Thema zu sensibilisieren, findet voraussichtlich im Oktober die Heat Resilient Cities Conference statt – ein Workshopformat, das den Umgang mit Krisen und Extremwetterereignissen trainiert. Dort werden sich die Teilnehmer*innen in interaktiven Zukunftsszenarien wiederfinden, die ihnen aufzeigen, welche Auswirkungen ihr (Nicht-)Handeln auf unser urbanes Zusammenleben haben kann. Unter Einsatz von Experience Design sollen durch das bereits erfolgreich erprobte Format konkrete Gegenmaßnahmen angestoßen und die Fehlerquote bei zukünftigen Entscheidungen zur Abkühlung städtischer Räume minimiert werden. Mehr über das Projekt.

Team: Francesca Desmarais, Julius Falk, Janna Jung-Irrgang, Juli Sikorska

 

 

Das Creative Lab Zukunft Klima zeigt, in welch kurzer Zeit wichtige Lösungen für relevante Herausforderungen wie die Klimakommunikation entwickelt werden können und wie ein geeignetes Setting für Creative Impact aussieht. Durch die Kombination aus ergebnisoffenem Prozess, interdisziplinärem Austausch und dem Einsatz von Methoden und Wissen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft im Zusammenspiel mit einer relevanten Fragestellung wird im Creative Lab des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes Creative Impact dort geschaffen, wo er die größte relevante Wirkung entfalten kann. Denn: Mit ihrer besonderen Herangehensweise und den vom Kompetenzzentrum erarbeiteten Methoden zur Prozessgestaltung stellt die Kultur- und Kreativwirtschaft Deutschlands ein enormes Zugpferd für die sozial-ökonomische Transformation dar, solange bestehende Strukturen weiterhin gestärkt werden.

 

Auf dem Foto sind drei junge Personen zu sehen. Sie sitzen beziehungsweise stehen auf einer grünen Treppe. In der Mitte des Bildes ist eine junge Frau im roten Overall. Sie schaut nach vorne und erklärt etwas.

Das Creative Lab #4 Zukunft Klima fand von April bis Oktober 2022 statt. Im Fokus stand die Frage, wie Kultur- und Kreativwirtschaft eine konstruktive Klimakommunikation gestalten kann. Mehr über das Projekt können Sie auf der Website oder in der Dokumentation nachlesen.

Credits

Text: Marie Hartlieb

Fotos: Rebecca Rütten

Anstehende Veranstaltungen

  1. Sommerpavillon der Kultur- und Kreativwirtschaft

    17. Juni - 30. September
  2. Wissenschaftscamp: Universität der Zukunft

    17. Juni - 18. Juni
  3. Musikalischer Sommerempfang der Musikwirtschaft zur Fête de la Musique

    21. Juni, 14:00 - 18:00
  4. Finale des Creative Lab #7 Kreislaufwirtschaft

    11. Juli, 17:00 - 21:30

Credits

Text: Marie Hartlieb

Fotos: Rebecca Rütten

Wie trägt Kultur- und Kreativwirtschaft zu mehr Kreislaufwirtschaft bei?

Prinzipien aus der Natur abzuschauen hat schon viele Erfindungen hervorgebracht. Insbesondere Kreislaufsysteme der Natur sind Vorbilder für ein nachhaltigeres Leben. Die Umgestaltung unserer Wirtschaft zu einem kreislaufwirtschaftlichen System stellt jedoch eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung dar, die nur branchenübergreifend und ganzheitlich gelöst werden kann. Im Unterschied zum deutschen Begriff „Kreislaufwirtschaft“, der sich auf den Umgang mit Abfall fokussiert, ist der englische Begriff „Circular Economy“ (also „zirkuläres Wirtschaften“) bereits viel weiter gefasst und betrachtet das gesamte Produktsystem. Hier geht es um durchdachte Kreisläufe von Anfang an, die bereits beim Design von Produkten beginnt.

Innovative Ideen und praktische Ansätze für zirkuläres Wirtschaften finden sich schon seit Jahren in der Kultur- und Kreativwirtschaft, zum Beispiel in der Architektur, im Produkt- und Materialdesign, der Film- und Veranstaltungsindustrie sowie dem Modemarkt. Viele Beispiele werden Sie in diesem Magazinschwerpunkt kennenlernen können

In unserer Kurzreportage zur Kreislaufwirtschaft haben wir diesmal mit Architekt*innen Sandra Düsterhus (Point.Architektur) und Martin Haas (haascookzemmrich) über die Ansätze bei ihren Projekten in der Außen- und Innenarchitektur gesprochen und was der Fokus auf Kreislaufwirtschaft auch für die Gestaltung bedeutet.